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Razzia in Düsseldorf, Kaarst, Neuss, Tönisvorst, Duisburg, Dortmund und Köln wegen Hehlerei

Diebstahl, Hehlerei und Betrug : Bundespolizei durchsucht neun Wohnungen in der Region

Am Mittwochnachmittag durchsuchte die Bundespolizei neun Wohnungen in Düsseldorf, Kaarst, Neuss, Tönisvorst, Duisburg, Dortmund und Köln. Ermittelt wird gegen 15 Tatverdächtige, die unter anderem im Verdacht stehen, gewerbsmäßig Diebstahlstaten, Hehlerei, Urkundenfälschung und Betrug in mehr als 100 Fällen begangen zu haben.

Schon im vergangenen November wurden mehrere Wohnungen von Busfahrern durchsucht. Sie werden verdächtigt, in größerem Umfang Blankofahrscheine gestohlen und weiterverkauft zu haben.

Am Mittwoch gab es nun weitere Durchsuchungsmaßnahmen: Mit circa 100 Einsatzkräften durchsuchte die Bundespolizei neun Wohnungen in Düsseldorf, Kaarst, Neuss, Tönisvorst, Duisburg, Dortmund und Köln. Ermittelt wird gegen weitere 15 Tatverdächtige, die im Verdacht stehen jeweils gewerbsmäßig Diebstahlstaten, Hehlerei, Urkundenfälschungen und Betrug in insgesamt über 100 Fällen begangen zu haben. Das teilen Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsmane Pressemitteilung mit.

Der Hauptbeschuldigte des Verfahrens soll zunächst die Busfahrer zum Diebstahl angestiftet und die erhaltenen Blankofahrscheine an eine Person übergeben haben, die die Blankofahrscheine bedruckt und somit fälschlich ausstellt. Diese Monatswertmarken für "Tickets 2000" im jeweiligen Wert von 120 Euro und 200 Euro seien dann, nachdem der Haupttäter diese vom Fälscher zurückerhalten hatte, an ein Verkäufer-Netzwerk übergeben worden. Diese Verkäufer seien für den Weiterverkauf an verschiedenen Großbahnhöfen in NRW verantwortlich gewesen.

Die zwei Haupttäter seien festgenommen worden, anschließend kam es zu den Wohnungsdurchsuchungen.

Mehrere abgepackte Blanko-Wertmarken, diverse Datenträger und Mobiltelefone wurden sichergestellt, berichten Polizei und Staatsanwalt. Vermögenswerte seien nicht beschlagnahmt worden. Die Blanko-Wertmarken waren bereits für namentlich bekannte Käufer nach Anzahl und Preisstufe abgepackt vorbereitet.

Die zwei Haupttäter werden am Donnerstag dem Haftrichter vorführt.

(NGZ)