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Neuss: Trickdiebinnen unterwegs – Seniorinnen als Opfer

Polizei in Neuss ermittelt : Trickdiebinnen unterwegs – Seniorinnen als Opfer

In Neuss treiben derzeit Trickdiebinnen ihr Unwesen. Am Mittwoch erleichterten sie Seniorinnen um Geld und Schmuck. In einem Fall drangen sie in eine Wohnung ein.

Nachdem zwei Seniorinnen in Neuss Opfer von Trickdiebinnen wurden, fahndet die Polizei nach den Täterinnen. Zunächst hatten zwei junge Frauen eine Seniorin am Mittwoch gegen 10.30 Uhr an der Gnadentaler Allee angesprochen und um eine kleine Spende gebeten. Anschließend bedankten sich die beiden bei der knapp 90-Jährigen auffallend lang mit herzlichen Umarmungen und verschwanden dann eiligen Schritts. Wie die Polizei mitteilt, stellte die Seniorin im Anschluss fest, dass sowohl ihre Halskette als auch Geld, das sich in ihrem Portmonee befunden hatte, fehlte. Das Portmonee hatte sie in einer Tasche an ihrem Rollator aufbewahrt. Die beiden akzentfrei Deutsch sprechenden Tatverdächtigen hatten dunkle Haare, sollen etwa 16 bis 18 Jahre alt und circa 1,60 Meter groß gewesen sein.

Am Nachmittag desselben Tages verschaffte sich eine Frau Einlass zur Wohnung einer Seniorin an der Straße „An der Obererft“. Zuvor hatte sie die 80-Jährige mit Komplimenten überhäuft, schließlich drängte sie das Opfer in die Küche. Währenddessen nutzten zwei weitere Frauen die Situation, um zunächst ungesehen in die Wohnung zu gelangen. Dort ging dann laut Polizei alles sehr schnell. Mit Schmuck und Geld als Beute flüchtete das Trio in unbekannte Richtung. Die Seniorin hat die drei Trickdiebinnen beschrieben. Die erste Frau war etwa 20 Jahre alt und ungefähr 1,65 Meter groß. Sie war schlank, hatte dunkle, zu einem Zopf gebundene Haare, trug einen dunklen Mantel und hatte eine Kühltasche mit Apotheken-logo bei sich. Die zweite Frau wird als dicklich beschrieben. Sie war etwa 55 Jahre alt und 1,70 Meter groß. Ihre Haare trug sie zu einem Dutt gebunden. Bekleidet war sie mit einem weißen T-Shirt und einem schwarzen Mantel. Die dritte Frau war etwa 45 Jahre alt und 1,75 Meter groß. Sie hatte dunkle Haare und war schlank.

In beiden Fällen bittet die Polizei Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu Tatverdächtigen geben können, sich unter der Rufnummer 02131 3000 zu melden. Darüber hinaus warnt die Polizei davor, Fremde in die Wohnung zu lassen. Vor dem Öffnen der Tür sollte stets durch den Türspion geschaut werden, wer sich dort befindet, auch die Sprechanlage kann helfen, nicht Opfer zu werden. Und die Wohnungstür sollte nie sofort geöffnet werden, es sollten sicherheitshalber immer Sperrbügel beziehungsweise Sicherheitskette angelegt werden.

(NGZ)