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Neuss: Rätselraten um gestörten Twitter-Account der Polizei

Fehlerhafter Kanal in Neuss : Rätselraten um gestörten Twitter-Account der Polizei

Der Kanal war am Samstag für mehrere Stunden beeinträchtigt. Auch andere Polizeibehörden waren betroffen.

Der Twitter-Kanal der Polizei im Rhein-Kreis Neuss war am Samstag mehrere Stunden lang nur eingeschränkt erreichbar. Die Gründe dafür sind bislang unklar. „Gegen 21.30 Uhr war das Problem behoben“, sagt Annika Jaschke von der Pressestelle der Polizei auf Nachfrage. Statt Tweets zu sehen, stießen Nutzer vorübergehend auf einen Warnhinweis über „einige verdächtige Aktivitäten“. Nur wer trotzdem „Profil anzeigen“ anklickte, konnte die Tweets lesen.

Soziale Medien wie Twitter, aber auch Facebook, sind zu einem wichtigen Kommunikations-Werkzeug für die Polizei geworden. Foto: Janßen/Simon Janßen

Die Neusser Twitter-Störung war kein Einzelfall. Insgesamt waren am Wochenende mehrere der landesweit 47 Polizeibehörden davon betroffen. Die genaue Zahl ist bislang unklar. Unter anderem waren auch Heinsberg, Steinfurt oder Höxter betroffen. Das Landesinnenministerium hatte Twitter daraufhin um eine Stellungnahme gebeten. Das Unternehmen reagierte prompt: Hinter der vorübergehenden Störung habe kein gezielter Eingriff des Unternehmens gesteckt. Die Accounts seien vielmehr „versehentlich“ vorübergehend eingeschränkt gewesen. Die Einschränkungen seien „nur temporär“ gewesen und allesamt behoben. Wie viele der landesweit insgesamt 47 Kreispolizeibehörden betroffen waren, konnte das Ministerium am Montag nicht sagen.

Die Polizei nutzt soziale Medien wie Facebook und Twitter auch zunehmend, um vor Gefahrenlagen zu warnen. Der Fall müsse Anlass sein, um über die Macht der Betreiber Sozialer Medien zu diskutieren, zitierte der WDR einen Kriminologen der Hochschule der Polizei in Brandenburg. Das Innenministerium betonte, die Polizei informiere und warne auf zahlreichen Wegen, Twitter sei lediglich ein zusätzlicher Kanal.

(jasi)