Vorfälle in Neuss Polizei warnt vor Betrug mit Immobilien

Neuss · Mehrere Neusser meldeten der Kripo Fake-Inserate für Objekte mit unrealistisch niedrigen Preisen. Wie die Täter vorgehen und was zu beachten ist.

 Nicht immer stehen die Wohnungen und Häuser, die von den Betrügern angeboten werden, tatsächlich zum Verkauf.

Nicht immer stehen die Wohnungen und Häuser, die von den Betrügern angeboten werden, tatsächlich zum Verkauf.

Foto: dpa-tmn/Daniel Karmann

Der Polizei wurden in den vergangen Wochen vermehrt Betrugsversuche in Verbindung mit Wohnungsinseraten und Immobilienangeboten gemeldet. Wie die Kreispolizeibehörde am Donnerstag mitteilte, weckte bereits Ende vergangenen Jahres eine Wohnungsanzeige bei einer bekannten Online-Immobilienplattform das Interesse eines Neussers. Der Kaufpreis des Objekts lag deutlich unter dem üblichen Marktwert vergleichbarer Wohnungen. Der Neusser meldete sich auf das Inserat des scheinbaren Schnäppchens und erhielt kurze Zeit später eine Antwort der vermeintlichen Eigentümerin per Mail. Diese gab an, ins Ausland verzogen zu sein und den Verkauf der Immobilie über eine Agentur abwickeln zu wollen.

Im Anhang der Mail fand sich eine Passkopie der angeblichen Eigentümerin. Ein solches Vorgehen ist bei der Kripo bereits aus anderen Betrugsbereichen bekannt. „Die gesendete Kopie des vermeintlich echten Ausweises soll eine Vertrauensbasis und Glaubwürdigkeit schaffen“, heißt es in der Mitteilung. Im Fall des Neussers kamen dem Interessenten schnell Zweifel an der Art und Weise der Kaufabwicklung. Er brach den Kontakt ab und verständigte stattdessen die Polizei.

In anderen Fällen berichteten Opfer dieser Betrugsmasche davon, dass sich im weiteren Verlauf eine vermeintliche Immobilienagentur meldete. Mit dem Verweis auf eine mögliche Wohnungsbesichtigung, forderten die falschen Makler im Vorfeld eine Sicherheitsleistung. Die Summe richtete sich meist nach dem Wert der Immobilie und betrug mitunter mehrere tausend Euro. Zu einer tatsächlichen Besichtigung geschweige denn zu einem Vertragsabschluss über die meist gar nicht zum Verkauf stehenden Häuser und Wohnungen kam es im Folgenden natürlich nie.

Dieses Vorgehen ist auch der Neusser Immobilienbörse nicht neu. „Die Masche ist uns bekannt, wir haben jedoch seit rund zwei Jahren von keinen neuen Fällen gehört, damals war es jedoch sehr intensiv – hauptsächlich bei Mietobjekten“, sagt Sprecher Alexander Busch. Er habe selbst mal Anzeige gegen Unbekannt erstattet, nachdem eines seiner Objekte von Unbekannten für ein Fake-Angebot genutzt worden war. Das Inserat sei von der Immobilienplattform jedoch schnell entfernt worden. Für Busch ist in Anbetracht der unrealistischen Preise klar: „Wer sich auf dem Markt auskennt, fällt auf so etwas nicht herein.“

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