Neuss: Polizei kontrolliert am „Car-Freitag“ aufgemotzte Autos

Schwerpunkt in Neuss : Polizei kontrolliert am „Car-Freitag“ aufgemotzte Autos

Am Karfreitag kommen Autotuner und „Autoposer“ traditionell in ganz Deutschland zusammen. „Car-Freitag“ nennen sie das. Doch nicht immer gehen diese Treffen legal von statten.

In NRW registrierte die Polizei 2015 noch 237 illegale Autorennen am „Car-Freitag“. Im vergangenen Jahr soll es nach Angaben des Innenministeriums schon 474 derartige Fälle gegeben haben. Zwar gab es im Rhein-Kreis laut Polizeisprecherin Daniela Dässel in der Vergangenheit keine Auffälligkeiten am „Car-Freitag“, das heißt jedoch nicht, dass die Polizei die Hände in den Schoss legt: So wird es im gesamten Kreisgebiet Kontrollen des Schwerpunkt- und Verkehrsdienstes geben. Aufgemotzte Autos, die nicht verkehrssicher zu sein scheinen, werden herausgewunken. „Wir widmen uns an diesem Tag gezielt diesem Thema“, sagt Dässel, die betont: Mit der Tuning-Szene an sich hat die Polizei kein Problem.

Gerade in Neuss steht die sogenannte Autoposer-Szene unter Beobachtung der Polizei. Illegale Autorennen wie in anderen deutschen Großstädten, die teilweise mit tödlichen Unfällen endeten, sind in Neuss zwar nicht bekannt. Allerdings werde beobachtet, dass sich eine Szene von Posern – vielfach mit aufgemotzten Fahrzeugen und lauten Auspuffanlagen – im Bereich des Ringes Hafenstraße, Krefelder Straße, Adolf-Flecken-Straße, Erftstraße, Sebastianusstraße, Spulgasse und Rheinwallgraben aufhalten und dort durch starke Anfahr- und Bremsgeräusche beeindrucken möchte. CDU und Grüne hatten für den Hauptausschuss im Januar dieses Jahres um eine fachliche Einschätzung gebeten. Die Stadt hat sogar festgestellt, dass seit der Beklebung der neuen Dienstfahrzeuge des Ordnungsamtes (diese ähneln den Markierungen der Polizei) Autofahrer ihr Fahrverhalten anpassen.

(jasi)
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