Neuss: Ermittlungskommission Olivier zerschlägt mutmaßliche Einbrecher-Bande

Vorfall in Neuss : Polizei zerschlägt mutmaßliche Einbrecher-Bande

Die Polizei hat eine Bande zerschlagen, die für mehr als 30 Einbrüche verantwortlich sein soll. Weil einer der Verdächtigen Ähnlichkeit mit einem französischen Nationalspieler hat, nannten die Beamten ihre Ermittlungskommission „Olivier.“

Am Mittwochmorgen hat die Polizei in Hürth und Köln-Mülheim Haftbefehle gegen zwei Männer vollstreckt (37 und 26 Jahre alt). Ein Einbruch soll am 6. Februar 2018 in Neuss stattgefunden haben - das teilt die Polizei mit. Ein weiterer Tatverdächtiger wurde zur Erfassung von personenbezogenen Daten mitgenommen. Für ihn liegen im Moment keine Haftgründe vor. In der vergangenen Woche war bereits ein vierter Tatverdächtiger festgenommen worden.

Schon im August hatte ein Zeuge einen Hinweis gegeben, woraufhin sich die Ermittlungskommission „Olivier“ gebildet hat. Auf „Olivier“ kamen die Fahnder, weil einer der Täter laut Zeugenaussage einen auffallenden Bart trug und damit starke Ähnlichkeit mit einem französischen Fußball-Nationalspieler habe. Das berichtet die Polizei.

Die in den Fokus geratenen Tatverdächtigen wurden mit einem weiteren Tageswohnungseinbruch in Wermelskirchen vom 1. August in Zusammenhang gebracht, bei dem der Geschädigten die Täter bei seiner Rückkehr überraschte. Weitere Ermittlungen führten zu einer Gruppe von insgesamt drei, zeitweise vier männlichen Tätern, die fortgesetzt Wohnungseinbruchdiebstähle in NRW begingen. Wie die Polizei berichtet suchten die Männer seit der Zeitumstellung auf die Winterzeit in der Dämmerung Wohngebiete auf und machten Beute.

Insgesamt arbeitet die Ermittlungsgruppe derzeit an weit über 30 Fällen. Dabei soll ein Beuteschaden in Höhe von 150.000 Euro entstanden sein.

Am Mittwoch erfolgten nun schließlich die vier zeitgleichen Durchsuchungen in Hürth und Köln. Die Fahnder nahm ihre Arbeit auf, nachdem sich bei der Ermitlungsgruppe "Olivier" Hinweise auf eine weitere Einbrecherbande ergeben hatten.

Die beiden Hauptverdächtigen waren laut Polizei bereits in der Vergangenheit wegen anderer Eigentumsdelikte in Erscheinung getreten. Bei den Durchsuchungen fanden die Fahnder eine Vielzahl von Gegenständen, die möglicherweise gestohlen worden sind. Die weiteren Ermittlungen müssten nun zeigen, ob die mutmaßlichen Beutstücke einem Tatort zugeordnet werden können.

Sechs der Tatorte lagen im Rheinisch-Bergischen Kreis. Zwei in Bergisch Gladbach, je einer in Kürten, Wermelskirchen, Rösrath und Overath. Die weiteren bis jetzt ermittelten Tatorte liegen in den Behörden Düren, Euskirchen, Heinsberg, Neuss, Bonn, Köln, Aachen, Siegburg und dem Rhein-Erft-Kreis.

(ubg )
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