Neuss: Deutscher im Irak wegen IS-Mitgliedschaft zum Tode verurteilt

Mann war deutschen Behörden 2012 in Neuss aufgefallen : Im Irak wegen IS-Mitgliedschaft zum Tode verurteilt

Im Irak ist ein deutsches Mitglied der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) laut Medienberichten zum Tode verurteilt worden.

Das hat Spiegel Online am Freitag berichtet. Der aus Gladbeck stammende 33 Jahre alte Mann soll auch den deutschen Behörden bestens bekannt sein. Er soll ihnen 2012 bei der Observierung islamistischer Gruppen in Neuss aufgefallen sein. Damals hat es in Weckhoven mehrere Treffen von Salafisten gegeben.

Die Polizei in Gelsenkirchen soll den Mann 2014 als „islamistischen Gefährder“ eingestuft haben. Er soll zudem enge Kontakte zur sogenannten Lohberger Brigade, einer Gruppe von deutschen Islamisten, gehabt haben.

Ein Strafgericht in Bagdad soll ihn nun zum Tode verurteilt haben, weil er aktiv an Kampfhandlungen beteiligt und als Ausbilder in der früheren IS-Hochburg Raka tätig gewesen sei. Die deutsche Botschaft will den Mann laut Spiegel nun offenbar dabei unterstützen, dass die Todesstrafe in eine langjährige Haftstrafe umgewandelt wird. Die Bundesregierung lehnt die Todesstrafe grundsätzlich ab.

(NGZ)
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