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Neuss: Bombendrohung gegen St.-Andreas-Grundschule in Norf

Großeinsatz der Polizei : Bombendrohung gegen St.-Andreas-Grundschule in Neuss

Eine Bombendrohung gegen die St.-Andreas-Schule hat am frühen Donnerstagmorgen einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Dabei kam auch ein auf Sprengstoffe spezialisierter Polizeihund zum Einsatz, der aber nicht anschlug.

Eine Bombendrohung gegen die St.-Andreas-Grundschule hat am Donnerstagmorgen einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Dabei kam auch ein auf Sprengstoffe spezialisierter Polizeihund zum Einsatz, der aber nicht anschlug. Um 10.14 Uhr gaben die Beamten Entwarnung: keine brisanten Stoffe gefunden. Die Ermittlungen laufen trotzdem weiter. Es geht um „Störung des öffentlichen Lebens durch Androhung einer Straftat“, sagt Polizeisprecherin Diane Drawe. Dem Täter drohen bis zu drei Jahre Haft.

Die Schüler hätten sich in der ganzen Zeit sehr ruhig und diszipliniert verhalten, lobt ihre Rektorin. Foto: Andreas Woitschützke

Die Drohung ging telefonisch ein. „Ich habe eine Bombe im Garten versteckt“ war die Botschaft eines anonymen Anrufers, die Schulleiterin Margret Hagen-Olbrich am Morgen auf dem Anrufbeantworter der Schule vorfand. Der Anrufer, ein hochdeutsch sprechender Mann, hatte gegen 1.15 Uhr auf das Band gesprochen. Eine Forderung verband er mit seiner Drohung nicht.

Die Schulleiterin alarmierte umgehend die Polizei, die um 8.20 Uhr vor Ort eintraf. Da hatte Hagen-Olbrich schon die unterrichtenden Lehrer informiert und gebeten, mit den Kindern in den Klassen zu bleiben. Zu dem Zeitpunkt hielten sich 48 Kinder der vierten Klasse in dem Gebäude auf, sowie 20 weitere, die derzeit in einer Notgruppe betreut werden. Die Nachricht auf dem Anrufbeantworter sei „sehr beängstigend“ gewesen, sagt Hagen-Olbrich, die Vergleichbares in 35 Berufsjahren im Schuldienst nicht erlebt hat. Was sie etwas beruhigte war, dass der Täter von einer Bombe im Garten gesprochen hatte. Die Außentüren wurden deshalb verschlossen.

Mit der Polizei wurde verabredet, dass und wie die Kinder evakuiert werden. Vier Lehrer setzten sich ans Telefon und telefonierten die Eltern ab, und schon zehn Minuten später konnte die erste Schülergruppe die Schule verlassen. Die anderen folgten aber auch bald.

Den Kindern in den Klassen war zunächst nur von einem Notfall berichtet worden, sagt Hagen-Olbrich. Erst als die Eltern kamen, wurde der eigentliche Grund der Evakuierung beim Namen genannt. Die Schüler hätten sich in der ganzen Zeit sehr ruhig und diszipliniert verhalten, lobt ihre Rektorin. Das, so vermutet sie, mussten sie ja auch schon in der Corona-Krise lernen.