Neuss: 82-jährige Radfahrerin nach Unfall gestorben

Zusammenstoß in Neuss : 82-jährige Radfahrerin nach Unfall mit Lastwagen gestorben

Die 82-jährige Radfahrerin, die bei einem Unfall mit einem LKW schwer verletzt wurde, ist am Donnerstag gestorben. Das teilt die Polizei mit.

Am frühen Dienstagabend kam es gegen 17.30 Uhr, im Einmündungsbereich Rheydter Straße/Konrad-Adenauer-Ring, zum Zusammenstoß zwischen einer Sattelzugmaschine und einer 82-jährigen Radfahrerin. Die Seniorin wurde schwer verletzt. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte leisteten Menschen an der Unfallstelle Erste Hilfe. Die 82-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht, dort erlag sie ihren schweren Verletzungen. Die genauen Unfallumstände werden noch ermittelt. Zeugen können weiterhin unter der Rufnummer 02131 3000 Hinweise zu dem Unfall geben.

Am Donnerstag, nur zwei Tage nach dem tragischen Vorfall an der Kreuzung, war die Polizei auf dem Neusser Marktplatz aktiv, um Aufklärungsarbeit zu leisten. Verkehrssicherheitsberater demonstrierten dort, wie gefährlich der „Tote Winkel“ bei großen Fahrzeugen – wie zum Beispiel Lkw oder Bussen –  insbesondere für Fahrradfahrer und Fußgänger sein kann. Unterstützt durch die Feuerwehr Neuss, die ein großes Einsatzfahrzeug zur Verfügung stellte, konnten Passanten erleben und ausprobieren, wie sie im „Toten Winkel“ des Feuerwehrautos „verschwinden“. Die Aktion war Teil der bundesweiten Kampagne „sicher.mobil.leben – Brummis im Blick“.

Auf dem Neusser Marktplatz stand unter anderem Hauptkommissar Gereon Hogenkamp (58) als Ansprechpartner zur Verfügung, der an Fußgänger und Radfahrer appellierte: „Immer hinter dem Lkw bleiben. Erst nach Blickkontakt mit dem Fahrer kann man sicher sein, dass er einen gesehen hat.“ Zwar gebe es verschiedenste Abbiege-Assistenz-Systeme, diese seien allerdings noch längst nicht in allen Fahrzeugen Standard. Und selbst bei Zusatzspiegeln – wie sie an dem Demonstrationsfahrzeug der Feuerwehr angebracht sind – bleibe ein Restrisiko. Deshalb gelte die Regel: Als Radfahrer oder Fußgänger im Zweifel lieber vor dem Kreuzungsbereich warten – auch wenn man eigentlich im Recht ist und durchfahren dürfte.

Zwar ist noch nicht hundertprozentig geklärt, ob die 82 Jahre alte Fahrradfahrerin sterben musste, weil sie im „Toten Winkel“ übersehen wurde, ausgeschlossen werden kann es allerdings nicht. Es ist bereits der zweite traurige Vorfall dieser Art in Neuss in diesem Jahr. Schon Ende März kam eine 56 Jahre alte Fahrradfahrerin ums Leben, nachdem sie von einem Lkw überrollt wurde. Der 7,5-Tonner wollte gerade vom Berghäuschensweg in den Artur-Platz-Weg einbiegen, als er die 56-Jährige erfasste. Sie starb noch am Unfallort.

(ubg/dpa)
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