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Ermittlungen in Neuss: Schüsse lösen Polizeieinsatz aus

Ermittlungen in Neuss : Schuss in der Nordstadt löst Polizeieinsatz aus

Am späten Montagabend kam es zu einem Polizeieinsatz auf der Neusser Furth: Anwohner berichteten von einem Mann, der geschossen haben soll. Bei einem Tatverdächtigen fand die Polizei eine Schreckschusswaffe.

Zeitgleich mit den Terroranschlägen in Wien hat es am späten Montagabend auch in Neuss einen Einsatz wegen eines Schusses gegeben. Wenig später sollte es jedoch Entwarnung geben. Was war passiert? Um 22.10 Uhr wurden die Beamten in die Nordstadt gerufen. Besorgte Anwohner berichteten von einer bis dato unbekannten männlichen Person, die nach ersten Informationen an der Schlesienstraße vor einem Mehrfamilienhaus einen Schuss abgegeben haben soll. Das teilte die Polizei am Dienstagmorgen mit.

Die Einsatzkräfte konnten daraufhin einen 35 Jahre alten Tatverdächtigen im Haus antreffen. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Ermittler eine Schreckschusswaffe und zwei Magazine. Beides, sowie eine vor dem Haus aufgefundene Patronenhülse, stellten die Beamten sicher. Der offenbar unter Alkoholeinfluss stehende 35-Jährige wurde – zur Ausnüchterung und Verhinderung weiterer Straftaten – in Gewahrsam genommen, war am Dienstagmorgen dann wieder auf freiem Fuß. Die Ermittlungen zum Sachverhalt dauern an, ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ist eingeleitet worden.

Einsätze, bei denen Zeugen zuvor von Schüssen berichten, sind für die Polizei immer besonders herausfordernd, wie Polizeisprecherin Diane Drawe auf Nachfrage betont: „Man weiß nie, was dahintersteckt.“ Das Problem: Die Polizei müsse im Einsatz zunächst davon ausgehen, dass es sich um echte und somit gefährliche Waffen handelt. Für die Beamten gelte es dann, dementsprechend zu reagieren. So könne aus dem verbotenen, „spielerischen" Umgang mit den oft täuschend echt aussehenden Waffen schnell tödlicher Ernst werden.

Beim Einsatz an der Schlesienstraße am Montagabend hat sich laut Diane Drawe zwar schnell herausgestellt, dass es sich um eine Schreckschusswaffe handelt. Sie betont jedoch: „Bei so etwas handelt es sich keineswegs um einen ,Dummejungenstreich’.“

(NGZ)