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Autobande soll 22 Taten im Rhein-Kreis Neuss verübt haben

Taten im Kreis Heinsberg und im Rhein-Kreis Neuss : Erster Verdächtiger einer Autobande nach Deutschland überstellt

Einer der Hauptverdächtigen, die an mindestens 320 Autodiebstählen in der Region – davon 22 im Rhein-Kreis Neuss – beteiligt gewesen sein sollen und in den Niederlanden verhaftet wurden, sitzt inzwischen in Deutschland in Untersuchungshaft.

Wie die Staatsanwaltschaft Aachen auf Anfrage unserer Redaktion erklärt, wurde er bereits überstellt. „Drei weitere Hauptverdächtige sitzen in Auslieferungshaft in den Niederlanden“, teilt die Staatsanwaltschaft mit.

Die Taten sollen sich im Wesentlichen im Kreis Heinsberg und im Aachener Raum ereignet haben. Allerdings sollen die Verdächtigen – insgesamt handelt es sich um sechs Verdächtige, von denen zwei ein Prozess in den Niederlanden erwartet – auch in Neuss, Kaarst und Grevenbroich zugeschlagen haben. Daher sind Ermittler aus dem Rhein-Kreis in die Ermittlungskommission Orbit, die unter Federführung der Kreispolizei Heinsberg eingerichtet wurde, beteiligt. Sie halfen mit, den Verdächtigen auf die Schliche zu kommen. Die Bande soll es vor allem auf hochwertige Audi- und BMW-Fahrzeuge sowie Mercedes-Sprinter abgesehen haben. Die Ermittlungen dauern an. Ein Termin für den Beginn der Hauptverhandlung, die vor dem Landgericht Aachen angestrebt wird, ist daher auch noch nicht absehbar.

Um der Bande das Handwerk zu legen, arbeiten deutsche und niederländische Ermittler eng zusammen. Die sechs Verdächtigen im Alter von 29 bis 32 Jahren waren im Dezember im Nachbarland festgenommen worden. Zudem wurden in der Region Limburg mehrere Wohnungen und eine Lagerhalle durchsucht. Dabei wurden unter anderem gestohlene Fahrzeugteile, Diebstahlwerkzeug und Handys sichergestellt.

(abu)