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Neuss: Billiges Busticket für sozial Schwache kommt

Neuss : Billiges Busticket für sozial Schwache kommt

Spätestens im kommenden Jahr wird es in Neuss ein "Sozialticket" geben. Dann können sozial Schwache Bustickets als Jahresabo zu einem deutlich geringeren Preis als bisher erwerben. Wie viel sie bezahlen müssen, ist zurzeit noch offen. Alle Details werden auf Ebene des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) nach Vorlage einer Markt- und Tarifanalyse festgelegt.

Die Neusser SPD hatte am Donnerstag im Hauptausschuss beantragt, in Neuss "zügig das Sozialticket einzuführen, sobald durch den VRR und die Landesregierung die finanziellen Voraussetzungen geschaffen worden sind". Bürgermeister Herbert Napp, Vorsitzender des VRR-Verwaltungsrates, wies auf die Marktanalyse hin, die zu einer Beschlussempfehlung des VRR führen werde. Napp: "Wir haben im VRR die Kraft, um unsere Vorstellungen einzubringen. Für einen Alleingang der Stadt gibt es keinen Raum." Diese Auffassung vertrat auch die CDU/FDP-Koalition.

An einer Umsetzung gibt es kaum Zweifel, auch wenn die Finanzierung der Preissenkung noch unklar ist. In den Genuss eines "Sozialtickets" kämen Empfänger von Leistungen nach SGB II, von Hilfen zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung, Asylbewerber, die Hilfen zum Lebensunterhalt beziehen sowie Empfänger von Wohngeld. SPD-Fraktionsvorsitzender Reiner Breuer: "Das Ticket darf nicht zu zusätzlichen finanziellen Belastungen der täglichen Nutzer von Bus und Bahn führen."

(NGZ)