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Neuss: Bezirksregierung: Aus für Mildred-Scheel-Schule

Neuss : Bezirksregierung: Aus für Mildred-Scheel-Schule

Seit Montag gibt es keine Hoffnung mehr, die Mildred-Scheel-Realschule für Mädchen zu retten. Sie wird zum kommenden Schuljahr keine neue Eingangsklassen bilden und damit nach und nach auslaufen. Diese Entscheidung trafen am Montag Vertreter der Bezirksregierung Düsseldorf und des Schulverwaltungsamtes der Stadt.

Der Bildung nur einer Eingangsklasse mit den bislang 21 angemeldeten Mädchen stimmte die Bezirksregierung nicht zu. Ein „Umschichten“ von Schülerinnen wäre zudem gegenüber anderen Realschulen nicht fair, so hieß es.

In einer ersten Reaktion zeigte sich Schulpflegschaftsvorsitzende Barbara Breuer „sehr enttäuscht“ über diese Entscheidung. Die Schulverantwortlichen fühlen sich von der Rathausspitze nicht fair behandelt, glauben vielmehr, dass die Schließung der Mädchen-Realschule seit vergangenem Jahr bis heute Ziel gewesen sei. Schulleiter Wilhelm Conrads spricht offen von „Stimmungsmache“ und einem „ausgeklügelten Schlachtplan“. Die Realschule werde letztlich der neuen dritten Gesamtschule geopfert. Mit dem sukzessiven Aus ist auch der vom Rat beschlossene Umzug der Schule in die Räume der auslaufenden Hauptschule Gnadental vom Tisch. Dieses Areal an der Gnadentaler Allee würde frei für eine mögliche Wohnbebauung.

Das Koordinierungsgespräch ergab am Montag, dass alle Schüler, die einen Platz an einer Realschule haben möchten, ihn auch bekommen. Die Realschule Holzheim wird aufgrund zu starker Nachfrage Schüler abgeben; die Christian-Wierstraet-Realschule wird zweizügig starten, ebenso die Realschule Norf, die Realschule Südstadt wird im Sommer drei Eingangsklassen bilden. Laut Schuldezernentin Christiane Zangs bekommen die Schüler nach dem 31. März schriftlich Bescheid, ob sie angenommen worden sind.

(NGZ)