Antrag im Kreisausschuss „Bezahlkarten“ für geflüchtete Menschen auch bald in Neuss?

Rhein-Kreis · In der Sitzung des Kreistages stand das Thema Bezahlkarte für Asylbewerber und Geduldete zur Diskussion. Die Bargeldauszahlung in der Kreisverwaltung soll damit entfallen und die Ämter entlastet werden. So sieht der Vorschlag aus.

 Bargeldlos zahlen: Im Kreisausschuss wurde über eine mögliche Bezahlkarte für Geflüchtete diskutiert. Denkbar wären eine Karte im Checkkartenformat oder eine mehrsprachige App für Smartphones.

Bargeldlos zahlen: Im Kreisausschuss wurde über eine mögliche Bezahlkarte für Geflüchtete diskutiert. Denkbar wären eine Karte im Checkkartenformat oder eine mehrsprachige App für Smartphones.

Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

In Dormagen gibt es bereits eine Karte für bargeldloses Bezahlen, das Nahwerte-Konzept der städtischen Wirtschaftsförderung der Stadt Dormagen mit der Firma „Stadtboomer“. Auch die Stadt Monheim und der Rhein-Erft-Kreis haben Guthabenkarten eingeführt. Im Kreisausschuss haben die Fraktionen CDU, FDP, UWG/Freie Wähler und Zentrum für die Sitzung des Kreistages am 13. Dezember nun einen Antrag eingebracht, der auf die Einführung einer kreisweit verwendbaren Bezahlkarte für Asylbewerber und Menschen mit Duldungsstatus abzielt. Den Antragstellern ist dabei klar, dass die rechtlichen Voraussetzungen für ein solches System in Berlin noch abschließend geklärt werden müssen. Im Kreisausschuss zeichnete sich in Vorbereitung auf den Kreistag eine breite Mehrheit ab.