Beschwerde der Bürger in Neuss hat Erfolg

Verkehrsberuhigung in Neuss : Tempo 30 für Deutsche Straße und Weingartstraße

Die Stadt meldet Vollzug bei zwei verkehrsberuhigenden Maßnahmen in der Innenstadt. Die Schilder fehlen allerdings noch.

Auf der Deutsche Straße werden sich Autofahrer künftig an Tempo 30 halten müssen. Die Geschwindigkeitsbeschränkung wurde schon angeordnet, die entsprechende Beschilderung muss aber noch angebracht werden, berichtet Planungsdezernent Christoph Hölters. Gleiches gilt auch für die Weingartstraße. Dort allerdings wird das Tempo-Limit mit dem Zusatz „Tagzeit“ verhängt.

Der Beschluss, den Straßenverkehr auf der Weingartstraße – zwischen Schillerstraße und Friedrich-Ebert-Platz – zu entschleunigen, war schon im Februar auf Antrag der SPD von der Politik gefasst worden, ohne eine vorherige Prüfung durch die Verwaltung abwarten zu wollen. Diese Geschwindigkeitsbeschränkung hatte sich nicht zuletzt die Schulleitung des Berufskollegs gewünscht – zum Schutz der rund 3000 Schüler, die diese größte Bildungseinrichtung im Kreis besuchen. Dagegen sprach lange, dass in dieser Einbahnstraße auch eine Busspur verläuft und ein Tempolimit in den Fahrplan der Stadtwerkebusse eingetaktet werden müsste. Hölters Bericht zeigt: Diese Bedenken konnten ausgeräumt werden.

Der Anstoß, auch für die Deutsche Straße Tempo 30 anzuordnen, erreichte Politik und Verwaltung über den Ausschuss für Anregungen und Beschwerden. Dem lag in seiner Sitzung im Februar die Eingabe von mehreren Anwohnern vor, die Höchstgeschwindigkeit von derzeit 50 auf 30 Stundenkilometer zu senken. Die hatten sich sogar die Mühe gemacht, den „Zeitverlust“ für Autofahrer auf der Deutsche Straße zu ermitteln und kamen auf maximal 15 Sekunden.

Die Petenten machten geltend, dass auf den meisten umliegenden Straßen schon jetzt Tempo 30 gilt. Einschließlich der Preußenstraße und der Drususallee als Verlängerung der Deutsche Straße. Die nun nachrichtlich der Politik mitgeteilte Anpassung würde schon deshalb Sinn machen. Zudem war den Anwohnern aufgefallen, dass an der als Gefahrenstelle eingestuften Bahnunterführung kaum jemand die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von Tempo 20 einhält. Sie vermuten, dass dafür „Tempo 50“ auf der Deutsche Straße mitverantwortlich ist. Letztlich verfing auch das Argument, dass die Straße ein viel genutzter Schulweg ist.

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