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Neuss: Berufshilfe hofft auf längerfristige Finanzierung

Neuss : Berufshilfe hofft auf längerfristige Finanzierung

An alle jungen Menschen zwischen 16 und 25 Jahren, die Schwierigkeiten haben, den Einstieg ins Berufsleben zu finden, richtet sich das Berufshilfeangebot "Neusser Weg". Es ist im vergangenen Jahr gestartet - nach dem Vorbild des "Dormagener Wegs" - und bietet 125 Heranwachsenden einen Platz. "Wir sind zurzeit noch an vier verschiedenen Standorten: im Haus des Handwerks, in Glehn, Schlicherum und an der Adolfstraße", berichtete Wolfgang Nyssen, Geschäftsführer des Bildungszentrums der Kreishandwerkerschaft, jetzt im Jugendhilfeausschuss. "Das erschwert es, dass unser Angebot unter den Jugendlichen bekannt wird." Daher suche man zum Jahreswechsel einen zentralen Standort. Und Rückhalt von den Neusser Politikern.

Mit 190.000 Euro unterstützt der Rhein-Kreis die Initiative, die von der Kreishandwerkerschaft Niederrhein, der Beschäftigungsförderungsgesellschaft Rhein-Kreis Neuss, der Berufshilfe der Arbeiterwohlfahrt sowie der Berufsförderungsgesellschaft Schlicherum getragen wird. Auch das Jobcenter gibt einen Zuschuss. Langfristig sei die Finanzierung aber nicht gesichert. "Dabei tun sich viele junge Menschen schwer, eine Berufswahl zu treffen", erklärte Nyssen. Ein Großteil der Teilnehmer habe einen Migrationshintergrund, berichtet Nyssen. Daher arbeite man auch mit dem Neusser Jugendmigrationsdienst zusammen.

Die neue "Produktionsschule" (sie löst das "Werkstattjahr" ab) kann angesichts fehlender Finanzzusagen ebenfalls nicht längerfristig planen. "Unser Angebot richtet sich an Jugendliche, die noch Zeit für die Entwicklung brauchen und noch nicht reif für eine Ausbildung sind", sagte Beate Hendges, Leiterin des Neusser Kolping-Bildungswerkes.

Im Jugendhilfeausschuss stießen beide Projekte auf große Zustimmung. "Allerdings funktionieren sie nur mit einem Co-Finanzierer", sagte Thomas Kaumanns (CDU).

(sug)