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Kaarst: Berti Vogts unterstützt den Brunnenverein

Kaarst : Berti Vogts unterstützt den Brunnenverein

2013 soll der Brunnen auf dem Büttgener Rathausvorplatz wieder sprudeln. Das hat sich der eigens gegründete Verein zum Ziel gesetzt.

Der Brunnen auf dem Rathausplatz Büttgen soll im Sommer nächsten Jahres wieder sprudeln. Dieses Ziel formuliert jetzt der Förderverein Büttgener Brunnenlandschaft, und das erst sechs Monate nach seiner Gründung. "Das ist sehr ambitioniert, aber so sind wir auch angetreten", sagt der Vorsitzende Jürgen Steinmetz. Genauer gesagt geht der Vorstand fest davon aus, dass der Brunnen im Juni 2013 funktionstüchtig ist und dies dann mit einem Fest gefeiert wird.

Würde sich der Verein damit nach nur einem Jahr überflüssig machen? Sicher nicht. Er gründete sich zwar aus der Diskussion um eine Finanzierung der Brunnensanierung heraus, doch in den kommenden Tagen soll mit der Stadt ein Betriebsträgervertrag abgeschlossen werden. "Der Förderverein nimmt den Brunnen damit in seine Obhut und kümmert sich um die Instandhaltung. Die Stadt trägt die Betriebskosten und der Hausmeister des Büttgener Rathaus wirft auch ein Auge auf den Brunnen", erklärt Steinmetz. Als Zeichen dafür überreichte der ehemalige Sparkassendirektor Peter Kirchhartz dem Förderverein auf seiner Mitgliederversammlung jetzt die Schenkungsurkunde aus dem Jahr 1987. Zu ihrem 90. Geburtstag schenkte die Sparkasse Kaarst-Büttgen der Gemeinde die künstlerisch gestaltete Brunnenlandschaft.

Ausgehend von der Zielsetzung Juni 2013 zog der Verein also ein Fazit der ersten Halbzeit. Die mehr als 50 Namen umfassende Mitgliederliste ist prominent besetzt, sei es mit dem Allgemeinen Vertreter des Landrats, Jürgen Steinmetz, als Vorsitzenden oder mit Büttgens Fußball-Idol Berti Vogts. Rund 20 000 Euro an Spenden und Sponsorengeldern wurden bereits gesammelt. Mindestens denselben Betrag möchte man in den nächsten sechs Monaten noch einmal erreichen. Damit wären die von der Stadt errechneten Kosten für eine Sanierung in Höhe von etwa 78 000 Euro aber nicht erreicht. "Wir haben selbst noch einmal bei einem Unternehmen angefragt, aber es liegt noch kein Angebot vor. Es ist vorstellbar, dass es auch günstiger geht", sagt Steinmetz. Vereinsmitglieder könnten durch ihren beruflichen Hintergrund Eigenleistungen erbringen. Zudem solle nicht nur der Brunnen instandgesetzt werden, sondern auch die Pflasterung gereinigt werden. Alle Vorhaben finden in Abstimmung mit Künstler und Bildhauer des Brunnens statt.

"Wir erfahren aus der gesamten Bevölkerung positive Resonanz", sagt Steinmetz. Nur einmal kam schlechte Stimmung auf. Elke Bayer empfand die Außendarstellung des Vereins als CDU-Image-Kampagne und wollte deshalb austreten. Die Querelen sind ausgeräumt, Bayer — SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat — blieb dem Verein erhalten.

(stef)