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Düsseldorf/Neuss: Berliner Investor rettet Schrauben-Mothes

Düsseldorf/Neuss : Berliner Investor rettet Schrauben-Mothes

Die Belegschaft des Schraubenspezialisten Max Mothes atmet auf. Im April hatte Schrauben Mothes Insolvenz anmelden müssen. Gestern kam die gute Nachricht. Mit der Firma Schüring & Andreas hat sich ein zahlungsstarker Investor gefunden. Max-Mothes ist damit gerettet.

Die Belegschaft des Schraubenspezialisten Max Mothes atmet auf. Im April hatte Schrauben Mothes Insolvenz anmelden müssen. Gestern kam die gute Nachricht. Mit der Firma Schüring & Andreas hat sich ein zahlungsstarker Investor gefunden. Max-Mothes ist damit gerettet.

Nach Informationen der NGZ können alle 260 Mitarbeiter ihre Stellen behalten. Auch die Standorte sind gesichert. Mothes unterhält ein großes Logistikzentrum im Gewerbegebiet Uedesheim, der Hauptsitz ist in Düsseldorf. 200 Mitarbeiter arbeiten in in Neuss, 50 in Düsseldorf, der Rest an anderen Standorten. Vor der Insolvenz hatte der Betrieb noch rund 300 Mitarbeiter. Die Differenz ergibt sich offenbar daraus, dass einige Mitarbeiter im Zuge des Insolvenzverfahrens einen anderen Arbeitgeber gesucht haben.

Käufer von Schrauben-Mothes ist der Berliner Investor Schüring & Andreas, der bereits an vier Unternehmen mit 13 Betrieben, 1100 Mitarbeitern und einem Gesamtumsatz von 150 Millionen Euro beteiligt ist. Der Investor ist bekannt dafür, seine Beteiligungen nicht nur kurzfristig zu halten, sondern auch langfristig in die Gewinnzone zu führen. Schüring & Andreas ist nun alleiniger Eigentümer von Max Mothes. Die Wirtschaftskrise hatte das familiengeführte Unternehmen noch relativ gut überstanden. Doch dem 2010 einsetzenden Aufschwung war der Mittelständler nicht gewachsen. Das Unternehmen teilte das Problem vieler Firmen: Es kamen zwar die Aufträge, doch die Vorfinanzierung war nicht tragbar. Am 6. April musste die Geschäftsführung Insolvenz anmelden. Die Zukunft des Traditionsunternehmens stand auf der Kippe.

Die jetzige Lösung wurde in enger Absprache mit dem Betriebsrat geführt. Den gibt es bei Max Mothes erst seit gut einem Jahr. Einkommenseinbußen haben die Mitarbeiter nicht zu befürchten. "In die Insolvenz gehen zu müssen, war für uns alle ein Schock, denn damit hatten wir nicht gerechnet. Die Zeit zwischen Angst und Hoffnung ist nun endlich vorbei", sagte Betriebsratsvorsitzende Simone Linßen. Heute werden die Gläubiger über die Einigung informiert.

(NGZ)