Berliner Charité beruft Chefarzt Peter E. Goretzki aus dem Lukas-Krankenhaus in Neuss

Neuss: Berliner Charité beruft Chefarzt aus dem "Lukas"

Wenn die bekannteste deutsche Klinik ruft, die Berliner Charité, dann kommt dieses Angebot einem Ritterschlag gleich. Für den Neusser Mediziner Professor Peter E. Goretzki, seit 2001 Chefarzt der Chirurgischen Klinik I am Lukaskrankenhaus, öffnet sich mit Alter von 66 Jahren noch einmal die Türe für einen Karrieresprung. Er wird ab 1. Juni 2018 in seiner Heimatstadt Berlin an der Klinik für Chirurgie des Standorts Virchow Klinikum und Mitte die interdisziplinäre Sektion "Endokrine Chirurgie" auf- und ausbauen. Das teilte eine "Lukas"-Sprecherin gestern mit.

Mit Peter E. Goretzki verliert Neuss einen Chirurgen von internationalem Rang, der ein gefragter Referent an vielen Universitäten und auf namhaften Kongressen im In- und Ausland ist. Erst vor kurzen erhielt er eine Einladung zum Vortrag an der Harvard-Universität. Professor Goretzki geht offenbar mit Wehmut: "16 Jahre habe ich in Neuss mit meinem tollen, hochkompetenten Team die Allgemeinchirurgie ausgebaut. Jetzt ist mein großer Wunsch eine Kooperation der Charité mit dem Lukaskrankenhaus."

Diese von Goretzki ins Spiel gebrachte Kooperation ist auch in Augen von Nicolas Krämer eine große Chance für das "Lukas". Für den Geschäftsführer können von einer derart engen Verbindung Charité/"Lukas" und dem Austausch der Ärzte "unsere Patienten nur profitieren". Peter E. Goretzki habe am "Lukas" eine Chirurgie von Weltruf etabliert, "was uns eine Nachbesetzung auf Champions-Leaque-Niveau ermöglicht". Die Chefarzt-Stelle wird jetzt ausgeschrieben.

(-lue)