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Neuss: Bergheimer Straße: Radweg bleibt Thema

Neuss : Bergheimer Straße: Radweg bleibt Thema

Die vielen orange-farbenen Schilder und Plakate auf Hauswänden und Mülltonnen an der Bergheimer Straße sollen es zeigen: Die Initiative lebt. Um welche Themen es ihr geht, zeigen die Symbole, Fahrrad und eine eingekreiste 30.

Denn auf der Bergheimer Straße soll langsamer gefahren werden, Radfahrer diese wichtige Verkehrsachse auch gegenläufig nutzen dürfen, um zum Beispiel aus Richtung Reuschenberg in die Innenstadt radeln zu können.

Um dieses Ziel und andere mehr zu erreichen, trifft sich der harte Kern der Nachbarschaftsinitiative "Sichere Bergheimer Straße" einmal im Monat in der Stammkneipe, die in diesem Fall der Lieblings-Italiener, die "Pizzeria Tina" ist. "Wir sind nach wie vor aktiv", sagt Bernd Roloff mit einem Lächeln im Gesicht. Obwohl die Verringerung von zwei auf einen Fahrstreifen für Autofahrer und das Auftragen einer recht komfortablen Spur für die Fahrradfahrer erreicht wurden.

"Wir sind damit nicht am Ende", so Roloff. Das nächste Ziel ist ein zweite Radstreifen – ein Thema, bei dem es eigentlich nur wenig Gegenstimmen gibt, wenn es um die Sache geht. Das Problem sind die Kosten. Denn ein solcher Radweg entgegen des Autoverkehrs, muss vorschriftsmäßig baulich getrennt angelegt werden. Und damit wird es teuer, weiß auch Roloff. "Zudem muss vorher auch ein neuer Ratsbeschluss gefasst werden, weil ein bestehender Beschluss einem solchen gegenläufigen Radverkehr noch entgegen steht.

Letztlich müssten, so die Initiative in dem Bereich der Bergheimer Straße zwischen Europaplatz und Schillerstraße Gehweg und Straße saniert werden. "Der Zustand ist grottenschlecht." Im Dezember habe Planungsdezernent Stefan Pfitzer den Initiativen-Vertretern versichert, dass die Bergheimer Straße nach Abschluss der Arbeiten auf der Further Straße Priorität genieße.Roloff: "Gelder für Sanierungsmaßnahmen werden aber im Haushalt immer wieder geschoben. Jetzt auf 2013."

Die Nachbarschaftsinitiative will präsent bleiben: So ist im Frühjahr ein Straßenfest geplant, ebenso die Teilnahme am Fest der Kulturen in der Innenstadt.

(NGZ)