Im Gare du Neuss Benefizabend für die Ukraine mit Mona Neubaur

Neuss · Zu einem Benefizabend zugunsten der Ukraine hatten am Mittwochabend die IHK Mittlerer Niederrhein, das Generalkonsulat der Ukraine in Düsseldorf und der Verein Neuss hilft in den Gare du Neuss eingeladen.

 „Love & Light“ war das Motto des Benefizabends für die Ukraine im Gare du Neuss mit Mona Neubaur (Mitte).

„Love & Light“ war das Motto des Benefizabends für die Ukraine im Gare du Neuss mit Mona Neubaur (Mitte).

Foto: Andreas Woitschützke

Die Schirmfrau der Veranstaltung, NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur, betonte, dass es gut und richtig sei, sich humanitär zu engagieren und noch besser, den Handel zu unterstützen, am Leben zu halten und aufzubauen, damit die Ukraine ein Teil Europas werden könne. „Wir werden nicht aufhören, das Land mit allen Mitteln zu unterstützen, bis freigewählte Abgeordnete mitbestimmen können, was in Europa passiert,“ so die Politikerin. „Stur und trotzig wie die Soldatinnen und Soldaten, die in der Ukraine für die Werte Europas – Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität – kämpfen, werden wir unsere Hilfe leisten.“ Sie stellte die „beeindruckende Logistik“ der Vereine Neuss Hilft und dem Blau-Gelben Kreuz aus Köln heraus und lobte die Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfsorganisationen.

Gut 300 Gäste genossen neben guten Gesprächen Wein und Speisen aus der Ukraine. Ukrainische Live-Musik und ein DJ sorgten für die musikalische Untermalung in der Eventlocation, die Hausherr Kay Schloßmacher – gemäß dem Motto des Abends „Love & Light“ - stimmungsvoll dekoriert und eingedeckt hatte.

Das Ziel, mit den Teilnahmebeiträgen – denn die Kosten für den Abend wurden durch Spenden von Unternehmen aus der Region getragen – 20.000 Euro für medizinisches Gerät im Chernihiv Central District-Krankenhaus zu sammeln, wurde erreicht: Bereits um 20.28 Uhr, als Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein, seine Ansprache hielt und die vielen Ehrengäste begrüßte, waren über 25.000 Euro an Spenden zusammengekommen. Mit den Worten „das ist Neuss, das ist Niederrhein, das ist NRW“ beschrieb er die Entstehungsgeschichte der Kooperation mit Mona Neubaur, die innerhalb von drei Tagen die Schirmherrschaft für das Event zugesagt hatte. Iryna Shum, Generalkonsulin der Ukraine in Düsseldorf, bezeichnete die Umstände in ihrem Heimatland als dramatisch, konnte jedoch berichten, dass „die ukrainischen Streitkräfte die Situation als schwierig, aber kontrolliert“ einschätzen.

Max Lennertz, Vorstand des gastgebenden Vereins, formulierte in seiner Ansprache einen Herzenswunsch: Eine Städtepartnerschaft zwischen Neuss und einer ukrainischen Stadt. Bürgermeister Reiner Breuer, der mit seiner Frau Ute ebenfalls an dem Abend dabei war, sei dem gegenüber sehr aufgeschlossen. „Wir machen unermüdlich weiter bis der Krieg gewonnen, die Menschen ihre Freiheit genießen können und die Ukraine EU-Mitglied geworden ist,“ versprach er den sichtlich bewegten Gästen zum Abschluss der Veranstaltung.