Neuss: Bei Applaus Mord - "Escape Room" im Theater am Schlachthof

Neuss: Bei Applaus Mord - "Escape Room" im Theater am Schlachthof

Im Theater am Schlachthof kann man auf Verbrecherjagd gehen. Dort wird ab dem 1. Mai das schon andernorts erfolgreiche Konzept der Escape-Games angeboten. Unter Leitung von Alin Ivan, Dennis Palmen und Holger Hönings wurde ein interaktives Krimirätsel rund ums Theater geschrieben, das in Gruppenarbeit gelöst werden muss.

Die "TaS"-Ensemblemitglieder Ana-Maria Gonzales und Jens Spörckmann machten sich mit Schauspielkollege Lars Evers jetzt bei einer "Probejagd" auf die Spur des Bösewichts, der Autor dieser Zeilen hatte seine krimibegeisterte Ehefrau Doris als Verstärkung mitgebracht. Zu fünft sollen die hinteren im Bühnenbereich wartenden Aufgaben gelöst werden, um zum Schluss Motiv, Tatwaffe und Täter/in zu ermitteln.

Foto: Theater am Schlachthof

An einer Wand des geheimnisvollen Escape-Rooms hängt die gnadenlos rückwärts laufende Uhr. Mehr als eine Stunde Zeit stehen für die Lösung des Falles nicht zur Verfügung. Es wurde ein Drohbrief gefunden, in dem ein Mord zum Ende der laufenden Vorstellung angekündigt wird. Den gilt es zu verhindern.

Hilfe gibt es, wenn man sie braucht, von den beiden Spielleitern. Über eine Kamera beobachten sie die fieberhaft recherchierenden Spürnasen. Schnell entwickelt sich eine Mischung aus Dramatik, Abenteuer und spielerischer Aufgeregtheit. Und die mit einem kleinen Lautsprecher Spannung erzeugende Hintergrundmusik wirkt dazu eher nicht beruhigend. Jedes neu entdeckte Detail wird sofort in die kollektive Ermittlungsarbeit eingearbeitet. So entsteht - Stück für Stück - ein Mosaik, das umso deutlicher wird, je mehr kriminalistische Nüsse geknackt werden, in diesem Fall: Zahlenschlösser. Ein Hang zur Logik ist da genauso gefragt, wie mathematisches Talent - und eine gute Beobachtungsgabe beim Betrachten von eingespielten Videos hilft zweifelsohne auch weiter. Zur Lösung kann jeder etwas beitragen. Die verbindende Spielidee ist ideal für ein Team von Freunden, Arbeitskollegen oder auch Familien, die Spaß an gemeinsamer Aktion haben. Mehr als sechs Personen sollten es jedoch nicht sein. Unsere "Sonderkommission TaS" hat es übrigens nicht geschafft: Die gemeine Tat war nicht zu verhindern. Kartenvorbestellungen beim TaS.

(NGZ)