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Neuss: Bauverein reißt Hochhaus in Weckhoven ab

Neuss : Bauverein reißt Hochhaus in Weckhoven ab

An der Hülchrather Straße hat der Neusser Bauverein mit dem Abbruch des zweiten von insgesamt vier Hochhäusern begonnen, die zwischenzeitlich 50 Flüchtlingen als Wohnung zur Verfügung standen.

Nachdem schon im Sommer ein erster dieser achtgeschossigen Wohnblocks aus den 1960er Jahren dem Erdboden gleich gemacht wurde, ist nun das Haus mit der Nummer 33 an der Reihe. Der Wohnblock mit Nummer 35, der derzeit entkernt und ausgeräumt wird, folgt im Dezember.

Bis ins Frühjahr allerdings bleibt der Block mit Hausnummer 37 stehen, dessen Fassade die Düsseldorfer Graffiti-Crew "The Band" erst im Oktober komplett künstlerisch gestaltet hatte. Ist auch er verschwunden, sollen die Weckhovener eingeladen werden, einen langen Bauzaun mit Graffitis zu gestalten.

"Nachdem der Rat der Stadt Neuss im Oktober den Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan gefasst hat, werden wir nun in Kürze den Bauantrag einreichen", erklärt Frank Lubig, der Vorstandsvorsitzende der Neusser Bauverein AG. Dieser Ratsbeschluss schuf erst das Baurecht für die rund 24 000 Quadratmeter große Fläche. Ziel ist es, nach erteilter Baugenehmigung im kommenden Jahr zügig mit der Errichtung des überwiegend öffentlich geförderten Wohnquartiers beginnen zu können. Parallel sollen die Erschließungsarbeiten weiter vorangetrieben werden.

Nach Abriss aller vier Hochhäuser entsteht auf der Fläche in den kommenden Jahren ein generationenübergreifendes Wohnquartier - inklusive eines Nachbarschaftszentrums für wohnortnahe Dienstleistungen. Als Betreiber dieses Dienstleistungszentrums und damit als Partner des Bauvereins stehen schon das Diakonische Werk Neuss und der Sozialdienst katholischer Frauen fest. Den Planungen liegt ein im Rahmen eines Landeswettbewerbs prämierter Entwurf des Düsseldorfer Architekturbüros "sop architekten" zugrunde.

Insgesamt werden 198 barrierefreie, öffentlich geförderte und frei finanzierte Mietwohnungen sowie drei ebenfalls barrierefreie Gruppenwohnungen für 24 ältere oder gehandicapte Menschen gebaut. Abgerundet wird das Bauvorhaben durch 22 preiswerte Eigenheime, die nach den Vorstellungen des Bauvereins an junge Familien verkauft werden sollen.

(-nau)