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Bauverein Neuss saniert sein Hochhaus an der Alemannenstraße

In der Neusser Nordstadt : 1,6 Millionen Euro für Hochhaus-Sanierung

Der Komplex an der Alemannenstraße bekommt zu einer neuen Fassade auch einen neuen Haupteingang und ein neues Treppenhaus. Die Wohnungen sollen bei diesem Millionenprojekt unverändert bleiben.

Für den Bauverein ist der „Achtstock“ an der Alemannenstraße mit seinen 40 Wohnungen das höchste Haus im Bestand. Vielleicht ist das Hochhaus sogar das höchste Gebäude der Furth, so genau weiß Bauvereinsvorstand Frank Lubig es nicht. Ihm jedoch ist der Komplex lieb – und jetzt auch teuer. Denn das städtische Wohnungsbauunternehmen investiert in den Komplex aktuell 1,6 Millionen Euro. Spätestens im Herbst soll die Modernisierung abgeschlossen sein.

Die Pläne für eine ganz neue Optik hat der Architekt Markus Schmale entworfen. Ihm gab der Bauverein den Auftrag, weil das Hochhaus im Verbund mit dem neuen Mehrfamilienhaus Wolberostraße Nummer 26 und dem zuletzt ebenfalls durchsanierten Altbestand an der Alemannenstraße Nummer 25 bis 29 gesehen werden soll. Auch die Pläne dafür sind von Schmales – inzwischen elektronischem – Reißbrett. Das Ganze solle homogen wirken, wünscht sich Lubig, der dem Architekten bestätigt, „einen herausragend guten Entwurf“ gemacht zu haben.

Das eingerüstete Hochhaus gilt derzeit als wenig attraktiv. Foto: Christoph Kleinau

Rund um die Wolberostraße hat der Bauverein einiges im Bestand. Lubig spricht deswegen von einem Quartier, zu dem er auch die gegenüberliegenden Gebäude an der Marienstraße zählt. In die hat der Bauverein ebenfalls viel Geld gesteckt. Mit dem Neubau an der Wolberostraße, wo 2017 der Grundstein für ein modernes Mehrfamilienhaus mit 30 öffentlich geförderten Wohnungen gelegt wurde, begann das Unternehmen nach Lubigs Darstellung eine Quartiersentwicklung. Mit der Sanierung des Hochhauses soll diese nun ihren Abschluss finden.

Unverändert stehen lassen wollte er den Achtstock auch deshalb nicht, weil zwischen ihm und dem Hochhaus ein zweigeschossiges Parkdeck entstand. „Dadurch werden beide Komplexe als Einheit wahrgenommen“, sagt er. Jedenfalls zunächst. Denn sollte sich das Mobilitätsverhalten der Bewohner ändern, also weniger Autostellplätze benötigt werden, könnte das Parkdeck leicht zurückgebaut werden.

Darauf kann und will beim Bauverein aber niemand warten. Denn die Fassade des über 50 Jahre alten Hauses beschreibt Lubig schon heute als wenig attraktiv. Sicherheitsgründe kommen hinzu und untermauern die Sanierungsnotwendigkeit. Die Verankerung der Klinkerfassade mit dem dahinter liegenden Mauerwerk etwa ist in der bisherigen Form nicht mehr sicher. Auch die Balkonbrüstungen seien verrostet. Mit der Überarbeitung der Gesamtfassade verbindet der Bauverein eine Neugestaltung von Haupteingang und Treppenhaus. „In die Wohnungen gehen wir nicht“, sagt Lubig. Sie würden fortlaufend modernisiert und passen auch vom Zuschnitt. „Die Mieter darin sind sehr zufrieden.“ Schlussakkord wird im Winter die Gestaltung der Außenanlagen sein.