Baumkommission in der Stadt Neuss bekommt mehr Kompetenzen

Arbeit in Neuss : Baumkommission bekommt mehr Kompetenzen

Die Baumkommission wirkt in Neuss an der Entscheidung mit, wenn Veränderungen im stadteigenen Baumbestand gefällt werden müssen.

  • 1. Legitimation Die Baumkommission wurde im Zusammenhang mit dem Erlass einer Baumschutzsatzung im September 1992 eingerichtet. Diese Satzung stellt Bäume mit einem Stammumfang ab 80 Zentimetern unter Schutz, nimmt aber Birken und Pappeln, Obstbäume (bis auf Walnuss und Esskastanien) und Nadelbäume (bis auf die Eibe) aus.
  • 2. Besetzung Die Kommission wird aus dem Kreis des Umweltausschusses besetzt und berichtet diesem. Das Gremium ist klein, um auch ohne lange Ladungsfristen handlungsfähig zu sein. Aktuell gehören ihm der Umweltausschuss-Vorsitzende Michael Klinkicht (Grüne), Ingrid Schäfer (CDU) und Michael Ziege (SPD) an. Stellvertreter sind Sven Schümann, Marc Vanderfuhr und Jürgen Reith.
  • 3. Zuständigkeit Die Baumkommission wird eingeschaltet, wenn die Verwaltung Veränderungen an eigenen Bäumen (bis hin zur Beseitigung) plant oder Dritte in den stadteigenen Baumbestand eingreifen wollen. Gründe dafür können Bauvorhaben oder eine starke Verschattung von Gärten sein. Über solche Befreiungsanträge entscheidet das Gremium auf Basis einer schriftlichen Vorlage, mitunter erst nach Ortstermin.
  • 4. Erweiterung Die Politik möchte den Kompetenzrahmen der Kommission vergrößern. Bei jeder geplanten Baumfällung in Parks und Grünanlagen (also ohne Wälder oder Straßenbegleitgrün) soll der Kommission der dieser Entscheidung zugrunde liegende Bericht der Baumprüfer vorgelegt werden. Nach einem Termin vor Ort berät sie über die vorgeschlagenen Maßnahmen und notwendige Nachpflanzungen. Sie soll künftig auch befugt sein, Sachverständigen-Gutachten einzuholen. Eine Ausnahme gilt, wenn aus Gründen der Verkehrssicherheit kein Aufschub möglich ist.
  • 5. Weiteres Vorgehen Dieser Kompetenzerweiterung muss der Rat noch zustimmen. 
(-nau)
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