Neuss: Bau des MAN-Servicebetriebs startet

Neuss : Bau des MAN-Servicebetriebs startet

An der Tucherstraße im Taubental rollen die Bagger: Der Fahrzeugkonzern MAN hat die Bauarbeiten an seinem neuen Servicecenter aufgenommen.

Der Fahrzeugkonzern MAN hat mit den Bauarbeiten an seinem neuen Neusser Servicecenter begonnen. "Die Lage ist einfach optimal", sagte Centerleiter Christian Tschida gestern beim Spatenstich an der Tucherstraße, wo die 26 000 Quadratmeter große Gewerbefläche liegt, die MAN der Stadt für einen dreistelligen Millionenbetrag abgekauft hatte.

Die direkte Nähe zu den Autobahnen 57 und 46 habe den Ausschlag gegeben, erläuterte Tschida, genauso wie die Nähe zu MAN-Großkunden im Taubental, darunter der Getränkegroßhändler Fako, der nur wenige hundert Meter entfernt seinen Sitz hat. Die Kunden sollen in dem neuen Servicecenter sowohl Busse und Lkw kaufen als auch diese warten lassen können.

40 Millionen Euro Umsatz macht MAN mit seinem Center bislang pro Jahr in Düsseldorf, in Neuss soll das Angebot weiter ausgebaut werden. "Die Fläche ist größer, das eröffnet neue Möglichkeiten", sagte Tschida, dessen Team bei der Suche nach einer neuen Gewerbefläche in der Landeshauptstadt nicht fündig geworden war. "Zu verbaut, zu wenig freie Flächen", lautet Tschidas Urteil über Düsseldorf. Mit dem neuen Gebäude an der Tucherstraße, das rund sieben Kilometer von alten Standort entfernt ist und bis Ende des Jahres fertiggestellt werden soll, will das Unternehmen seinen Düsseldorfer Servicebetrieb ersetzen. "Unser derzeitiger Sitz ist nicht mehr repräsentativ, wir brauchen etwas Neues", sagte Tschida, der als Verkaufsziel für den Neusser Standort 500 Lkw pro Jahr angibt.

Zum Spatenstich kamen gestern neben den beteiligten Baufirmen auch Bürgermeister Herbert Napp und Wirtschaftsförderer Frank Wolters, die in der Neuansiedlung von MAN eine Fortentwicklung des Logistikstandorts sehen. "Für die ansässigen Firmen ist das neue Serviceenter ein echter Gewinn", sagte Wolters, der das Gewerbegebiet im Taubental und Am Blankenwasser bereits seiner Vollendung entgegen streben sieht. "Nur ein Grundstück am See ist noch nicht vergeben", so Wolters, der sich vorgenommen hat, dessen Vermarktung innerhalb von zwei Jahren abzuschließen. Ein ehrgeiziges Ziel – denn bis der Vertrag mit MAN unterschriftsreif war, dauerte es ganze drei Jahre.

(NGZ)
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