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Neuss: Bataverstraße wird ausgebaut

Neuss : Bataverstraße wird ausgebaut

Die Erschließung eines neuen Gewerbegebietes an der Grenze zu Meerbusch und Düsseldorf verlangt nach einem leistungsfähigeren Straßennetz. Die Stadt investiert dazu 2,3 Millionen Euro und gestaltet auch eine Kreuzung um.

Die Kreisstadt Neuss wird immer mehr zur Kreiselstadt, nachdem nun auch der Umbau der Einmündung der Hochstaden- und in die Villestraße in Hoisten zum Kreisverkehr beschlossene Sache ist. Für die Umgestaltung der Kreuzung Bataverstraße und Gladbacher Straße in der Nordstadt allerdings wurde eine solche Option im Planungsausschuss schlussendlich verworfen. Weil, wie Planungsamtsleiter Albrecht Heyer erklärt, dort nur ein großer, ein zweispuriger Kreisel vorstellbar ist. Und für den habe man dort zu wenig Platz. So wurde eine andere Ausbaulösug beschlossen und mit dem Ausbau der Bataverstraße zwischen Gladbacher Straße und Am Bommershof verknüpft.

Rund 2,3 Millionen Euro hat die Stadt für dieses Projekt, das Politik und Verwaltung schon seit dem Jahr 2007 beschäftigt, im Haushalt für dieses Jahr veranschlagt. Rund 340 000 Euro davon wird sie sich von den Anliegern über Erschließungsbeiträge zurückholen. Begründung der Verwaltung: Für die Anwohner bringt der Ausbau mit einer Neuordnung der Parkplätze, Baumpflanzungen und beiderseits neu angelegten Rad- und Gehwegen, deren Verlängerung bis zur Stadtgrenze Meerbusch planerisch vorgesehen ist, eine deutliche Verbesserung.

Das blieb von der Politik nicht unwidersprochen. Ingrid Schäfer (CDU) argumentierte für die Anwohner, die die Parksituation als befriedigend bezeichnen. Ihr wurde aber von der Verwaltung beschieden, dass die Anwohner sich dafür mit ihren Autos auf städtische Flächen ausgebreitet haben. Die sollen nun neu geordnet werden.

In Gang gekommen war die Ausbauplanung schon vor Jahren durch das Vorhaben, Flächen an der Bataverstraße bis zur Stadtgrenze mit Meerbusch und Düsseldorf für gewerbliche Zwecke erschließen zu wollen. Diese zusätzlichen Verkehre würden einerseits die Kapazitäten des vorhandenen Straßennetzes deutlich überschreiten. Andererseits sei die erwartete Zunahme nicht so, dass über einen vierspurigen Ausbau der Bataverstraße nachgedacht werden müsse. Planungsdezernent Christoph Hölters ging sogar so weit zu sagen, dass die neue Situation keine gutachterliche Untersuchung des Verkehrslärms nötig machen wird.

Einzige Alternative zu dieser Variante wäre, um das neue Gewerbegebiet verkehrlich besser zu erschließen, eine Durchbindung der Zülpicher Straße aus Düsseldorf zur Bataverstraße. Das, so Heyers, hat die Stadt Düsseldorf immer ausgeschlossen. Sie befürchtet neuen Schleichverkehr. Ganz aufgegeben hat die Stadt Neuss diese Option aber noch nicht.

(NGZ)