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Neuss: Barrierefrei-Signet für erste Geschäftsleute

Neuss : Barrierefrei-Signet für erste Geschäftsleute

Sie sollen Vorreiter sein: Steuerberater Winfried Schumacher, Rechtsanwalt Norbert Wardin, Rentenberater Daniel Konczwald, Geschäftsfrau Sabine Sternberg, Apothekerin Angela Javid und Augenoptikerin Judith Hapke.

Ihre Räume sind für alle Menschen zu erreichen, auch für die mit Behinderung. Dafür haben sie gestern von der Stadt ein Signet verliehen bekommen, das sie als barrierefrei auszeichnet. "Das kann nur der Startschuss sein", sagte Max Fischer, Beauftragter für Menschen mit Behinderungen.

Denn in Neuss haben sich bisher 33 Betriebe um das Signet beworben. Bäder, Bahnhöfe, Museen und Hotels sind keine dabei. Bei 22 wird noch geprüft, fünf wurden abgelehnt. Insgesamt kommen rund 2000 Betriebe für die Aktion "Neuss barrierefrei" in Frage, die die Stadt als erste in NRW nach Berliner Vorbild umsetzt. Seither sind in den Betrieben, die das Logo erhalten wollen, "Testteams" unterwegs. Dazu gehören Ingrid Nockenberg, die im Rollstuhl sitzt, sowie der erblindete Ernst Balsmeier.

"Für mich kommt es etwa darauf an, dass ein Treppengeländer mit der Treppe aufhört und nicht vorher, als Orientierung", sagt Balsmeier. Oft sind es Kleinigkeiten, die einem Unternehmen zur Barrierefreiheit fehlen: Baulich musste nur Schumacher etwas ändern: ein neues Geländer an einer Treppe anbringen. Bei den anderen fünf war es mit Details getan: "Etwa ein gut sichtbarer Streifen auf einer Glastür, damit Sehbehinderte sie auch als solche erkennen", sagte Hapke.

(NGZ)