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Neuss: Bahnhofsumfeld neu gestaltet

Neuss : Bahnhofsumfeld neu gestaltet

Seit Jahren wird über den Bahnhof diskutiert, jetzt wird er modernisiert. Wenn die Bahn im Inneren fertig ist, gestaltet die Stadt den Vorplatz und in einem zweiten Schritt auch das Umfeld am Nordeingang neu.

Zwei getrennte Vorhaben der Bahn einerseits sowie der Arbeitsverwaltung andererseits nimmt die Stadt zum Anlass, mit der seit Jahren diskutierten Verbesserung des Bahnhofsumfeldes ernst zu machen. Nachdem der Planungsausschuss am Dienstag eine Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes am Theodor-Heuss-Platz beschlossen hatte, stimmte der Bauausschuss am Donnerstag den Plänen für eine Neuordnungen der Verkehrsflächen am nördlichen Zugang zum Bahnhof zu. "Das greift jetzt alles ganz gut ineinander", zeigte sich Baudezernent Christoph Hölters zufrieden.

Heute und morgen: Während die Bahn schon an der Modernisierung im Innern des Bahnhofes arbeitet, billigte die Politik jetzt Pläne für das Umfeld. Foto: L.Berns

Über Pläne zur Attraktivierung von Hauptbahnhof und Bahnhofsumfeld wird seit Jahren diskutiert. Bis jetzt allerdings folgten Beschlüssen und Ankündigungen meist Rückschläge. Das begann auch nicht erst, als 2004 ein Kölner Architekturbüro ein Konzept zur vollständigen Sanierung und Aufwertung des Bahnhofgeländes formulierte und in neun Einzelvorhaben aufteilte — und rasch klar wurde, dass davon nur die Hälfte umgesetzt wird. Abspecken und verschieben hieß es auch nachher, bis zuletzt auch der Rat 2010 sein Votum für den Bau einer lichtdurchfluteten Bahnhofsvorhalle auf der Südseite wieder kassierte.

Immerhin: Jetzt wird gebaut — und es soll nicht bei den Maßnahmen bleiben, die die Deutsche Bahn aktuell im Zuge ihrer Modernisierungsoffensive 2 (MOF 2) umsetzt. Die investiert rund eine Million Euro für Aufzüge zu allen Bahnsteigen, die den Hauptbahnhof behindertengerecht machen, erneuert Bodenbelag, streicht Wände und Decken in Bahnhofshalle und Durchgang und etabliert ein Leitsystem für Sehbehinderte.

Wenn die Bahn innen fertig ist, schließt sich die Neugestaltung des Vorplatzes auf der Südseite an, das seit mehr als 40 Jahren unverändert gebliebene Entree zur Innenstadt. 500 000 Euro sollen für ein neues und schwellenlos verlegtes Pflaster, eine veränderte Taxivorfahrt, neue Sitzbänke, Telefonsäulen, Informationstafeln, Fahrradständer, ein neu gestaltetes Vordach über dem Haupteingang und eine überarbeitete Hinweisstele ausgegeben werden. Alles aus einem Guss und farblich aufeinander abgestimmt. Die Hälfte der Kosten trägt das Land aus Mitteln der Städtebauförderung. Die Maßnahme ist als Teil des Paketes "Sanierung Östlicher Innenstadtrand" anerkannt, der Bewilligungsbescheid liegt noch nicht vor.

Bevor nördlich des Bahnhofs die Kreuzung Zufuhrstraße/Weissenberger Weg/Arnoldstraße in einen Platz umzugestaltet wird, will die Stadt aber die Fertigstellung des angrenzend geplanten neuen Jobcenters der abwarten. Ein Bauantrag ist noch nicht gestellt.

(NGZ/ac)