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Bahnhofs-Wache in Neuss: Stadt und Landrat warten auf Impulse

Sicherheit in Neuss : Bahnhofs-Wache: Stadt und Landrat warten auf Impulse

Im Umfeld des Hauptbahnhofs soll eine Außenstelle der Kreispolizei bestehen. Doch Kreis und Stadt kommen nicht voran – weil der jeweils eine auf den anderen wartet.

„Wir wollen keine Angsträume in unserer Stadt“, heißt es im Kooperationsvertrag der neuen Ratsmehrheit von SPD, Grünen und UWG/Aktiv für Neuss („Rot Grün plus“). Um die Sicherheit im Stadtgebiet zu erhöhen, wollen die Kooperationspartner auch in den kommenden Jahren gemeinsam mit dem Rhein-Kreis Anti-Gewalt-Projekte und Hilfsangebote unterstützen. Zudem wurde festgehalten, dass im Bahnhofsumfeld eine Außenstelle der Kreispolizeibehörde einrichtet werden soll.

Das Thema ist nicht neu: Bereits Ende Juli regte Bürgermeister Reiner Breuer in einem Schreiben an Landrat Hans-Jürgen Petrauschke an, eine Polizeidienststelle in der Nähe des Hauptbahnhofs einzurichten – möglicherweise in leerstehenden Räumlichkeiten am Theodor-Heuss-Platz oder Marienkirchplatz. Der Landrat gab damals gegenüber unserer Redaktion an, eine derartige Maßnahme zu begrüßen. Aber was ist seitdem geschehen?

Landrat Petrauschke teilt auf Nachfrage mit, dass er weiterhin auf Vorschläge der Stadt bezüglich eines passenden Objektes warte. Die Stadt wiederum gibt an, auf einen Impuls des Landrates zu warten, dass eine solche Wache seitens der Kreispolizeibehörde ausdrücklich unterstützt wird. „Nach wie vor fehlt die schriftliche Aussage seitens des Landrates, die Wache aus dem Rathaus zum Hauptbahnhof verlegen zu wollen“, schreibt die Stadt in einer Stellungnahme.

Zudem werde eine Bedarfsdarstellung benötigt, um zu wissen, welche Räume, Stellmöglichkeiten und Co. gebraucht werden. Die Verwaltung könne bei der Standortsuche zwar unterstützen und habe in Frage kommende Immobilien über ihre entsprechenden Fachbereiche im Blick. Letztendlich liege jedoch die Organisationsentscheidung über die Einrichtung einer Wache am Hauptbahnhof beim Landrat. Die Stadt will mit Petrauschke diesbezüglich „weiterhin in Kontakt bleiben“.