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Neuss: Bahnchef Grube bekommt einen Brandbrief aus Neuss

Neuss : Bahnchef Grube bekommt einen Brandbrief aus Neuss

Seit Monaten werkelt die Bahn am Neusser Hauptbahnhof an den neuen Aufzügen herum, die eigentlich längst in Betrieb gehen sollten. Zuletzt hatte das Unternehmen im Juli mitgeteilt, es fehle die Abnahme durch den TÜV, ansonsten sei man startklar.

"Passiert ist aber immer noch nichts", ärgern sich die beiden zuständigen Stadtverordneten der CDU, Thomas Kaumanns und Andreas Hamacher. Das sei ein Unding, meinen sie.

Die Politiker haben sich jetzt "nach ganz oben" gewandt — mit einem Brief an Bahnchef Rüdiger Grube. Ihm schilden die beiden Ratsherren die Situation. "Für die Reisenden ist dieser Zustand unzumutbar", schreiben sie. Ob Menschen mit Kinderwagen, mit Rollstuhl oder Rollator, ob Gehbehinderte, anderweitig Eingeschränkte oder Reisende mit schwerem Gepäck — sie alle würden massiv in ihrer Mobilität eingeschränkt, heißt es in dem Schreiben weiter. "Wir bitten Sie, sich persönlich dafür stark zu machen, dass die neuen Aufzüge möglichst unverzüglich in Betrieb genommen werden", heißt es zum Abschluss.

Thomas Kaumanns hatte in den vergangenen Monaten immer wieder bei der Bahn den Stand der Dinge abgefragt, immer wieder sei er vertröstet worden, erzählt der CDU-Politiker.

"Mehr als ein Jahr nach dem Baubeginn sind die Aufzüge noch immer nicht in Betrieb", kritisiert Kaumanns, der wie sein Kollege Hamacher die Klagen der Bevölkerung kennt, sind beide doch in ihrem Stadtteil oft die ersten Ansprechpartner bei Problemen. "So sind wir auf die Idee mit dem Brief gekommen", sagt Kaumanns. Denn Bahnchef Grube ist dafür bekannt, sich auch vermeintlich "kleinerer" Probleme persönlich anzunehmen. "Und da er Neuss vom Schützenfest kennt, hoffen wir auf Schützenhilfe", sagt Kaumanns.

(NGZ)