AWL Neuss Neusser übernimmt Winterdienst auf Kreisstraßen im Rhein-Kreis

Neusser weitet Winterdienst aus : AWL räumt im Winter Kreisstraßen

Neusser jetzt verantwortlich für 130 Kilometer Straße und 95 Kilometer Radweg.

Während viele in diesen Wochen vor sich hin schwitzen oder vielleicht an einem Badesee den Sommer genießen, hat der Rhein-Kreis Neuss wichtige Vorbereitungen für den Winter getroffen. Konkret geht es um den Räumdienst auf den Kreisstraßen. Den übernimmt ab dem nächsten Winter die Abfall- und Wertstofflogistik Neuss (AWL).

Im Mai hatte der Landesbetrieb Straßen NRW, der für Bau und Unterhaltung von Autobahnen sowie Bundes- und Landesstraßen verantwortlich ist, den Winterdienst auf den Kreisstraßen nach 17 Jahren aufgekündigt. Als Grund dafür gab das Unternehmen gegenüber dem Auftraggeber Kreis fehlende Personalressourcen an.

„Nach einer europaweiten Ausschreibung hat die AWL Neuss den Zuschlag erhalten“, berichtet Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, der die künftige Zusammenarbeit mit dem AWL-Geschäftsführer Stephan Lommetz besiegelte. „Die Vergabe an die AWL ist ein Vertrauensbeweis“, sagte Lommetz. Er kündigte an, dass zur Bewältigung dieser Aufgabe zusätzliches Personal eingestellt werden soll und muss. Zu der genauen Anzahl machte er keine Angaben. Außerdem wird das Neusser Unternehmen weitere Fahrzeuge für den Winterdienst anschaffen. Den bereits vorhandenen Wagen- und Gerätepark stellte Lommetz beim Ortstermin am Betriebshof Moselstraße auch Kreisdezernent Karsten Mankowsky und Kreistiefbauamtsleiter Arnd Ludwig vor.

Mit der Auftragsvergabe übernimmt die AWL in den nächsten fünf Jahren den Winterdienst auf den Kreisstraßen, allerdings nur zwischen den Ortschaften. Damit trägt sie Verantwortung für ein Straßennetz mit einer Gesamtlänge von gut 130 Kilometern. Hinzu kommen rund 95 Kilometer Radwege. Weil die Gemeinde Rommerskirchen keinen eigenen Bauhof hat, werden im Auftrag des Kreises dort zusätzlich die Ortsdurchfahrten geräumt, soweit dies Kreisstraßen sind.

Die AWL übernimmt in Neuss Müllabfuhr, Straßenreinigung und Winterdienst. Gesellschafter sind die Stadt und die Stadtwerke zu 51 beziehungsweise 49 Prozent.

(NGZ)
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