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Neuss: Autosalon präsentiert 100 Neuwagen

Neuss : Autosalon präsentiert 100 Neuwagen

Fahrzeuge im Wert von mehreren Millionen Euro waren am Wochenende beim 44. Autosalon der Neusser Sparkasse zu sehen. Doch nicht nur Autofans kamen auf ihre Kosten. Zur Show gehörte ein Rahmenprogramm für die ganze Familie.

Der kleine Kompakte lag knapp im vierstelligen Bereich, die polierten Luxuskarossen strahlten im Glanz der Scheinwerfer, von eher unschätzbarem Wert waren die ausgestellten Rennwagen und Oldtimer. Das Hauptaugenmerk der Besucher lag jedoch auf den Serienmodellen der verschiedenen Automobilhersteller.

Mit satten 500 PS unter der Haube ist der Ford Sierra RS 500 Cosworth das stärkste Auto des Salons. Foto: Hammer, Linda

Rund 100 Neuwagen wurden in der Stadthalle, im Hotelfoyer und im Außenbereich gezeigt. Sie alle hatten eine Sache gemeinsam, vier Räder — allerdings der ein oder andere bot noch einmal das gewisse Etwas mehr.

Schauen, prüfen, vergleichen – wer auf der Suche nach einem neuen Wagen ist, konnte in der Neusser Stadthalle gleich rund 100 Modelle anschauen. Foto: Linda hammer

Der Allerneuste Eine Woche vor seiner offiziellen Premiere konnten die Besucher des Neusser Autosalons bereits das Hyundai i30 Coupé erleben. Der Auftrag aus Südkorea an die deutschen Entwickler lautete, einen Drei-Türer auf die Straße zu bringen, der in Sachen Optik, Verarbeitung und Wirtschaftlichkeit zu den besten seiner Art gehört.

Der Edelste Auf den Ferrari California 30 warf auch der Sicherheitsdienst ein Auge. Extras wie LED-Lenkrad, Daytona-Sitzdesign und Sportfelgen mit Diamanteffekt ließen den stolzen Listenpreis von 148 341 Euro bei dem gezeigten Modell in metallic-weiß auf 172 593 Euro steigen.

Der Kleinste Der Renault Twizy ist ein City-Flitzer, der aber nicht einmal für den obligatorischen Getränkekasten Platz hätte. Somit sicher kein Familienauto. Der Zweisitzer piepst, wenn er näher kommt, denn ihn treibt ein leiser Elektromotor an. Damit war der Twizy beim Neusser Autosalon auch der "Sauberste". Seine Batterie, die an jeder Haushaltssteckdose aufgeladen werden kann, reicht für 100 Kilometer.

Der Stärkste Der Ford Sierra RS 500 Cosworth dominierte von 1987 bis 1989 die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft (DTM). Mit Turbolader packt sein Motor 500 PS aus, und damit war der alte Rennwagen stärker als der ebenfalls gezeigt DTM-Sieger von 2012, BMW M3 mit 480 PS.

Der Durstige Das gelbe Camaro Cabrio bezieht seine Kraft aus einem starken V8-Motor, der dafür auch viel Benzin schluckt — im Stadtverkehr nämlich 18,9 Liter auf 100 Kilometern. Der Bolide war der Männertraum des diesjährigen Neusser Autosalons.

Der Niedliche Zum Frauenliebling avancierte bei der Veranstaltung eindeutig der Fiat 500. Die Neuauflage des Kult-Italieners der 1950er Jahre wirkte mit seiner weißen Lackierung ganz unschuldig und liebevoll.

Der Nostalgiker Mit dem "New Beetle" ließ Volkswagen die Tradition des Käfers neu aufleben. Eine witzige Kombination zeigte der Autosalon: Das Modell eines Beetle-Cabrios wurde mit Stahlfelgen der Käfer-Generation und dem alten Schriftzug am Heck zur "50s Sonderedition".

Der Älteste Georg Becker von den Oldtimerfreunden Grevenbroich zeigte seinen Ford A Speedster. Fahrwerk, Motor und Bremsen stammen noch aus dem Baujahr 1929, nur die Karosserie war schrottreif und wurde als originalgetreues Replikat nachempfunden.

Die Sparkasse Neuss rechnete als Veranstalter wieder mit rund 20 000 Besuchern. Stabil blieb zum Wochenende auch das ungemütliche Wetter der vergangenen Tage, so dass es die Leute eher in die Halle als in den Außenbereich zog.

Tapfer harrten die Verkäufer dennoch draußen aus. Rolf Thelen, Verkaufsleiter beim Autohaus Dresen, war zum dritten Mal dabei. "Zur Eröffnung waren dieses Jahr mehr Leute da als in der Vergangenheit", sagte er. Das zeigte sich auch an seinem Stand, denn nach kurzer Zeit waren bereits elf Probefahrten mit Kunden ausgemacht. "In erster Linie sind wir aus Werbezwecken hier, aber wir sind auf alles vorbereitet und haben sogar Kaufverträge dabei", so Thelen. Das Hauptinteresse seiner Kunden liege weiterhin im Benzinverbrauch und der CO2-Emmission.

Ein neuer Trend sei das sogenannte "Downsizing": Die Autobauer neigen zu kleineren Motoren mit weniger Hubraum, die durch Technik dennoch viele PS bieten.

(NGZ)