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Skandalfleisch in Neuss: Auswertungspanne: Doch Pferd in sieben von elf Proben

Skandalfleisch in Neuss : Auswertungspanne: Doch Pferd in sieben von elf Proben

Peinliche Panne bei der Auswertung der Laborberichte: In sieben von elf Tiefkühl-Fertiggerichten, von denen Mitarbeiter des Kreisveterinäramtes im "Kühlhaus Düsseldorf" Proben gezogen hatten, ist nun doch Pferdefleisch festgestellt worden.

Kreis-Gesundheitsdezernent Karsten Mankowsky, der keine 24 Stunden vorher nur von einer Positiv-Probe gesprochen hatte, sprach jetzt von einem Versehen. Man habe die, so wörtlich, "langen Tabellen mit dem ganzen Kleingedruckten" fehlinterpretiert. In der Kreisverwaltung kam man deshalb am Mittwoch zu der Überzeugung, dass alle sechs Proben, die aus einer schon seit dem vergangenen Donnerstag vorsorglich gesperrten Produktcharge entnommen worden waren, ohne Befund und nicht zu beanstanden sei. Faktisch aber wurden in jeder dieser Proben Spuren von Pferdefleisch festgestellt. Das erkannte die Kreisverwaltung allerdings erst Mittwoch — nachdem das Krefelder Untersuchungslabor weitere Ergebnisse zur Verfügung gestellt hatte.

Weitere Proben werden entnommen

Die sechs Proben aus der unter Verdacht stehende Tiefkühl-Lasagne luxemburgischer Produktion waren tags zuvor schlicht noch nicht untersucht worden. Von den fünf Proben, die aus unverdächtigen Chargen entnommen wurden, war eine positiv. Dieses Produkt stammt aber offenbar vom gleichen Hersteller. Vier Zufallsproben blieben ohne Beanstandung. Weil im Kühlhaus immer mehr Verdachtsware als Rückläufer landet, wird die Lebensmittelüberwachung weiter Proben nehmen.

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