Ausstellung im Romaneum Neuss

Romaneum Neuss: Ausstellung zeigt Varianten der Kunst

40 Mitglieder des Kunstvereins Galerie-Werkstatt Bayer Dormagen stellen im Romaneum aus.

So schön es auch im Kloster Knechtsteden ist, die Mitglieder des Kunstvereins Galerie-Werkstatt Bayer Dormagen präsentieren ihre Kunstwerke auch gerne mal woanders – wie aktuell im Romaneum. Bis 30. November stellen dort rund 40 Künstler ihre  Arbeiten aus. Für die Besucher gibt es viel zu entdecken.

Malerei, Skulpturen, Fotografien, Grafiken, das sind im Wesentlichen die Ausdrucksformen. Anne Becker-Küpper, die selber Kurse in Knechtsteden leitet, entführt die Besucher in kosmische Gefilde – ihr Bild heißt „Ursprung“. Und bereits der Titel lässt erahnen, dass es sich um abstrakte Malerei handelt. Sie griff zu Farben, die untypisch sind für die Natur, fast schon katastrophenhaft wirken. Sylvia Scherberich ist eine der ältesten aktiven Mitglieder der Dormagener Galerie-Werkstatt. Ebenfalls stark abstrahiert ist ihr Bild, das eine Stadt am Wasser widerspiegelt und in Verlauftechnik gemalt ist. Gisela Gelzhäuser ist mit einem Bild dabei, das man sich genau ansieht. Auf sehr plastische Weise hat sie sich des Themas „Einsamkeit“ angenommen: Ein Individuum scheint klein und verloren inmitten einer Steinwüste. Zu dieser surrealen Welt gehört der riesige graue Umriss dieser Gestalt, die über der Szenerie zu schweben scheint. Rena Werneyer ist Kalligraphin, die immer auch dann aktiv wird, wenn es um Einträge ins Goldene Buch der Stadt Neuss geht. Schrift ist auch bei ihrer Malerei ein wichtiges Gestaltungselement. Ein Stück heile Natur, eine Idylle zeigt Hanne Becker mit ihrer Malerei: Ihre Parklandschaft, die sich in einem See widerspiegelt, strahlt Ruhe und Harmonie aus.

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Kaum zu übersehen und augenscheinlich voll motiviert ist der Paddler von Irene Fleisch-Fechter. Diese Holzsägearbeit, mit Ölfarbe bemalt, schwebt frei im Raum. Rosemarie Bruchhausen ist die Vorsitzende des Kunstvereins Galerie-Werkstatt Bayer Dormagen und sie gehört zu der überschaubaren Zahl der Mitglieder, die mit Skulpturen vertreten sind. Ein Kopf aus Carrara-Marmor gibt dem Betrachter Rätsel auf: Warum fehlt dem Mann ein Auge und der Mund? Klare Linien bestimmen diese Skulptur. Rainer Schemmel zählt zur deutlich größeren Fraktion der Fotografen. Sehr stimmungsvoll ist sein Foto von der verschneiten Neusser Furth am frühen Morgen. Die großen weißen, leicht verschwommenen Punkte sind Schneeflocken. Monika Brumm spielt mit den Belichtungszeiten, überlagert mehrere Fotos und schafft so eine besondere räumliche Wirkung. Die Arbeiten von Ellen Euler stechen mit ihrer Farbenpracht hervor. Martha Reiter ist mit  Radierungen vertreten, ihr Thema ist unter anderem das Labyrinth.

(barni)
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