Neuss: Aus leerstehenden Büros sollen Wohnungen werden

Neuss : Aus leerstehenden Büros sollen Wohnungen werden

Der Hammfeld-Gewerbepark ist in die Jahre gekommen. Bürohäuser stehen leer. "Vielleicht macht es Sinn, dort auch Wohnen zu ermöglichen", denkt Bürgermeister Herbert Napp laut nach, "Wohnraum könnte ein Element sein, um das Hammfeld zu revitalisieren."

Mit dieser Anregung kehrte der Neusser Rathaus-Chef aus Cannes zurück, wo er auf Einladung des Veranstalters wiederum die weltgrößte Messe für Gewerbe-Immobilien (Mipim) besuchte.

Deutschland war in diesem Jahr Partnerland an der französischen Riviera. Neuss kooperierte einmal mehr mit dem Mipim-Auftritt der Landeshauptstadt "Düsseldorf und Partner". Mit einem großen Stand war NRW-Invest präsent, dem sich auch Großstädte wie Köln, Dortmund oder Essen anschlossen.

Für den Neusser Bürgermeister machte die Mipim einen Trend deutlich: In Cannes präsentieren sich immer mehr Unternehmen und Städte, während die reinen Immobilien-Projekte zurückgedrängt werden. Im Gegenzug gewinnen die Bereiche Wohnen und Freizeit an Bedeutung. Eine Entwicklung, so Herbert Napp, die insbesondere für Deutschland zutreffe: "Das führt zu Nachfragen, die auch uns in Neuss erreichen. Auch aus dem Ausland."

So habe sich die Neusser Delegation, der auch der neue Planungsdezernent Christoph Hölters angehörte, mit dem Thema "Wohnen im Hammfeld" beschäftigt. Ein Stichwort, dass auch das von Dieter Blase geleitete Masterplan-Verfahren in Neuss benennt. Einen zweiten Schwerpunkt habe das Werhahn-Gelände gebildet. Für das Areal an der Batterie- und Rheintorstraße, wo Wohnungen und Büros geplant sind, hätten sich etliche Interessenten gemeldet: "Das wird spannend." Für das Projekt Seniorenzentrum an der Nievenheimer Straße in Norf seien zwei konkrete Anfragen auf der Mipim eingegangen.

(NGZ)