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American Football: Stadt Neuss setzt Heimrecht der Gladiators durch

American Football in Neuss : Stadt setzt Heimrecht der „Gladiators“ in Weckhoven durch

Mit einem Heimspiel gegen die „Düren Demons“ startet die Herrenmannschaft des 1st American Sports Club („Gladiators“) am Sonntag, 12. Mai, in die Saison. Es ist die erste Spielzeit des erst im November gegründeten Vereins.

Dass seine Mannschaft um 15 Uhr in der Bezirkssportanlage Weckhoven aufläuft, zeigt, dass sich die Stadt gegenüber dem BSV Weckhoven, der auf der Anlage seit Jahren die Schlüsselgewalt hat und die „Gladiators“ nicht dort dulden wollte, durchgesetzt hat.

Um beide Vereine von einer friedlichen Koexistenz zu überzeugen, brauchte es mehr als einen Friedensgipfel bei der Stadt. Doch Sportdezernent Matthias Welpmann hatte schon vor Eintritt in die Gespräche gesagt, dass er an dem im Sportentwicklungskonzept definierten Ziel festhalten und die Sportanlage in Weckhoven zu einem Zentrum für „American Sports“ machen will. Für den bislang dort alleine trainierenden BSV heißt das, „seine“ Anlage auch anderen Vereinen öffnen zu müssen, die solche Sportarten anbieten. Teil der Abmachung, für deren Zustandekommen es mehr als eines Friedensgipfels bedurfte, ist es nach Darstellung von Stadtpressesprecher Peter Fischer nun, dass die Gladiators an zwei Tagen in der Woche auf der Anlage trainieren und auch ihre Heimspiele dort austragen dürfen. Für die Gladiators soll auch eine Material-Garage errichtet werden – wenn mit dem ehemaligen Stammverein BSV die Besitzrechte am vorhandenen Material geklärt sind.

American Football wird in Neuss  seit fast 30 Jahren gespielt und wurde zuletzt nur mit dem BSV in Verbindung gebracht. Nach Unstimmigkeiten zwischen dem Stammverein und einer neu ins Amt gewählten Leitung der Abteilung für Football und Cheerleading hat der BSV-Vorstand die Abteilung geschlossen und versucht einen Neuaufbau. „Die Abteilung Flag Football wächst unaufhörlich“, berichtet der Vorsitzende Robert Meyen. Sein Verein bietet auch Baseball an.

Die Mitglieder der geschlossenen Abteilung gründeten mit dem ASC einen neuen Club mit aktuell 200 Mitgliedern. Die hätten die Nachricht, wieder an gewohnter Stelle spielen zu dürfen, sehr emotional aufgenommen, so ASC-Boss Rolf Dieter Reuter.