Alpenpark Neuss will weiter wachsen und arbeitet mit SnowWorld zusammen

Skihalle Neuss hat mit SnowWorld einen neuen strategischen Partner : Alpenpark Neuss will weiter wachsen

Mit dem neuen strategischen Partner SnowWorld stellt sich der Alpenpark mit seiner Skihalle für die Zukunft auf. Zwei starke Partner finden zusammen.

Mit dem Start ins neue Jahr beginnt im Alpenpark Neuss eine neue Ära. Johannes Janz und August Pollen, die beiden persönlich haftenden Gesellschafter der Allrounder Mountain Resort GmbH & Co. KG, haben die Geschäftsanteile – zuletzt waren es 66 Prozent – ihres langjährigen Mitgesellschafters Vibro (Viehof Brothers) übernommen. Als strategischer Partner steigt das niederländische Unternehmen SnowWorld ein und erwirbt eine 25-prozentige Beteiligung am Alpenpark. Welche Summen geflossen sind, wird nicht kommentiert. Klar aber ist: Mit dem Alpenpark Neuss und seiner Skihalle, die mehrfach als die beste der Welt ausgezeichnet wurde, und dem niederländischen Skihallenbetreiber SnowWorld finden zwei in ihrem Segment starke Partner zusammen. „Wir wollen Synergien nutzen“, sagt Pollen. Vieles davon spielt sich hinter den Kulissen ab, zum Beispiel bei Fragen von Lifttechnik, dem Einkauf von Pistenbullys und vielem mehr.

Aber im Grunde kommt – mindestens – ein mit dem Auto von Neuss aus gut zu erreichender Hausberg im Skigebiet dazu. Denn eine Idee, an der zum Beispiel gearbeitet wird, lautet: Jahreskarten-Inhaber könnten in Zukunft sowohl die Piste in Neuss als auch in Landgraaf und Zoetermeer nutzen. Dort besitzt SnowWorld bereits zwei Skihallen, in diesem Jahr kommt mit dem SnowPlanet bei Amsterdam eine dritte dazu. August Pollen betont, dass sich der Alpenpark und SnowWorld trotz der räumlichen Nähe – zwischen Landgraaf und Neuss sind es rund 80 Kilometer – schon bislang nicht als Konkurrenten verstanden hätten. „Im Gegenteil: Wir haben ein gemeinsames Interesse, den Wintersport in unseren Breiten weiterzuentwickeln“, sagt Pollen. Mit der strategischen Partnerschaft habe man die Möglichkeit, zusätzliche Anreize zu schaffen.

Mit Blick auf die Pistentechnik bieten sich Kooperationsmöglichkeiten für die neuen Partner. Foto: Alpenpark Neuss

Für SnowWorld – Mehrheitseigner ist der belgische Unternehmer Marc Coucke, der auch Präsident des belgischen Fußball-Rekordmeisters RSC Anderlecht ist – bedeutet der Einstieg in Neuss einen wichtigen Schritt in seiner auf Wachstum ausgelegten Strategie. Die Marke SnowWorld soll gestärkt werden, betont Geschäftsführer Wim Hubrechtsen in einer Unternehmensmitteilung. Man wolle SnowWorld als wichtigsten europäischen Anbieter im Bereich des Indoor-Wintersports etablieren. Für den Alpenpark sowie dessen Qualität, Kundenorientierung und Innovationskraft, ist Hubrechtsen voll des Lobes. „Vom Know-how sowie dem Netzwerk der beiden Skihallenpioniere und ihren Mitarbeitern wollen wir bei unseren weiteren Vorhaben partizipieren.“ Perspektivisch denkt SnowWorld an weitere strategische Partnerschaften und Zukäufe wie im Fall des SnowPlanet bei Amsterdam.

Rund um die Skihalle ist seit 2001 ein alpiner Freizeitpark entstanden – inklusive Hotel. Foto: Alpenpark Neuss

Mit Blick auf die Zukunft schmieden August Pollen und Johannes Janz bereits Pläne, den Alpenpark weiter auszubauen. Nachdem jüngst die Baum-Chalets eröffnet wurden, wird 2019 genutzt, neue Projekte anzustoßen. „2020 wollen wir dann weiter wachsen“, sagt Pollen. Dies soll wieder im Bereich aktiver Outdoor-Betätigung geschehen, natürlich mit Alpen-Feeling. Angedacht ist eine Kinderwelt, die sich mit dem Thema Wasser beschäftigt. „Es wird dann in Richtung Canyoning und Rafting für Kinder gehen.“

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