Alpenpark Neuss: Skihalle setzt auf smarte Technik

Alpenpark Neuss : Skihalle setzt auf smarte Technik

Piste, Hotel, Gastronomie, Baumchalets, Kletterpark – rund um die Skihalle ist mit dem Alpenpark Neuss eine riesige Anlage entstanden. Entsprechend viel Technik steckt darin: von den Lampen in allen Räumen über die Musikanlagen, die technische Ausstattung in den Tagungsräumen, die Klimaanlage im gesamten Haus bis zu den Skiliften und Schneekanonen in der Halle.

Gesteuert und kontrolliert wird all das – über ein Smartphone. „Wenn ich zum Beispiel Nr. 4 der Ski-Kanonen anschalten will, dann drücke ich hier“, sagt Dzemal Dzaferovic, Bereichsleiter der Haustechnik, tippt und wischt kurz über sein Smartphone, wartet zwei Minuten und zeigt dann auf die Piste.

Oben bei der Rodelbahn schneit es. Auch die Klimaanlage in jedem Raum, die Lautstärke der Musikanlage im Foyer oder das Licht in den Tagungsräumen kann er über sein Smartphone an- und ausschalten oder hoch und runter drehen. Gibt es irgendwo eine Störung, zum Beispiel zu wenig Wasser in der Beschneiungsanlage, erhält Dzaferovic eine Fehlermeldung auf seinem Smartphone – ebenso wie die vier Kollegen, die auch mit einem entsprechenden Handy nebst passender Apps ausgestattet sind.

Wer von den insgesamt 35 Mitarbeitern der Haustechnik sich dann um ein aktuelles Problem kümmert wird – man ahnt es – ebenfalls per Mobiltelefon abgesprochen. „Wir haben ein Ticketsystem, das heißt, wir bekommen die Störungsmeldung über ein System und diese Meldungen werden dann nach der von uns zugewiesenen Priorität abgearbeitet“, erklärt der Bereichsleiter. Alles, was sich im Kundenbereich abspiele, habe dabei immer oberste Priorität. Aber egal, um welches Problem es sich handelt, ab hier heißt es für die Mitarbeiter: selber Hand anlegen und die Lampe auswechseln, den Whirlpool im Baumchalet reparieren oder nachsehen, warum Förderband Nr. 1 ausgefallen ist. „Wir kommen zwar aus unterschiedlichen Berufen – Heizungsinstallateur, Elektriker, Gärtner – aber die meisten von uns sind seit Eröffnung der Skihalle dabei, und jeder von uns weiß genau, wo welches Kabel verläuft, und kann eigentlich alles machen“, erzählt Dzaferovic, der selbst gelernter Automechaniker ist. Noch dazu sei sich keiner für einen Job zu schade, lobt er, egal ob es darum ginge, Müll einzusammeln, Skistöcke zu sortieren oder die Nachtschicht am Wochenende zu übernehmen, wenn ein Techniker bis zum Partyende vor Ort sein muss.

Für den Fall, dass die Überwachungs- und Steuerungstechnik einmal versage und das Smartphone nicht weiterhelfe, ist Dzaferovic daher auch nicht bang. „Wir können alles auch manuell an- und ausschalten, wir müssen dann halt nur mehr Runden laufen und kontrollieren.“ Dass seine Kollegen die Mehrarbeit sofort mittragen, weiß er aus Erfahrung. „Als wir mal nachts einen Wasserrohrbruch hatten, sind von 35 Mann 34 sofort gekommen, um mitanzupacken. Und der eine, der nicht kam, war in Urlaub.“

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