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Almut Rabenau stellt bis 17. November im Atelierhaus Neuss aus

Ausstellung in Neuss : Die Künstlerin will im Atelierhaus „Nur spielen“

Almut Rabenau stellt bis 17. November ihre Arbeiten an der Hansastraße, wo sie auch ihr Atelier hat, aus.

Bunte Kugeln auf dem Boden, ein Mobilé aus schwingenden Kreisen hängt in greifbarer Nähe von der Decke herunter, ein Flechtteppich aus überdimensionierten, metallisch wirkenden Fäden bedeckt den Holzboden – kein Wunder, trägt diese Ausstellung im Atelierhaus Hansa 9 doch den Titel „Nur spielen“. Denn das will die Künstlerin, natürlich mit einem Konzept im Kopf. Almut Rabenau mag die runde Form, Kreise eben, und so finden sie sich in all ihren Arbeiten, die sie für die Schau ausgesucht hat.

Eine davon ist ganz neu: zwei runde Kupferplatten mit einer runden Öffnung, durch die sich Stränge von gedrehtem Edelstahl schlängeln. „Hyper Pompom Zustand 1“ nennt sie diese Arbeit, die vor allem mit Hilfe des Vereins Neuss Kultur und der Sparkasse Neuss möglich wurde. „Ich habe dabei wirklich an Pompoms gedacht, wie sie vielfach von Frauen früher gemacht wurden“, sagt sie, „aber ganz bewusst das eher männliche Material Edelstahl genommen.“ Eigentlich will sie gar nicht „gendern“, aber falsch liegt sie auch nicht: Harald Müller, Chef des Kulturamtes, hat den Rest eines Edelstahl-Strangs nämlich vom Boden aufgehoben und spielt selbstvergessen damit ...

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Rabenau, die bereits ein Studium des Textildesigns hinter sich hat und seit 2012 im Atelierhaus arbeitet, bleibt auch in der Freien Kunst, die sie als Meisterschülerin bei Professor Gostner an der Kunstakademie Düsseldorf studiert, ihrem Ursprungsmaterial treu. In ihren Arbeiten kombiniert sie Gewebtes mit Kunststoffen, Gips und Metall. Vom Kreis zu zu dessen mathematischer Berechnung mit Hilfe von Pi ist der Weg nicht weit: „Pi mal Daumen“ nennt Rabenau die Mobilé-Arbeit und erzählt zudem lachend: „An die 2000 Stellen hinter dem Komma habe ich gewebt.“ Und schräg gegenüber liegen die Kugeln. Die wiederum „Daumen mal Pi“ heißen...

Info Hansastraße 9, Eröffnung Dienstag, 5. November, 19 Uhr (Einführung Prof. Robert Fleck), bis 17. November