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Albert Wunsch zu Gleichmacherei und Massen-Migration

Neusser Autor überarbeitet Buch : Warnung vor Gleichmacherei und falscher Toleranz

Der Neusser Erziehungswissenschaftler Albert Wunsch greift in seiner jüngsten Buchveröffentlichung Themen der Zeit auf.

Der Neusser Erziehungswissenschaftler Albert Wunsch hat sein 2013 erschienenes Buch „Mit mehr Selbst zum stabilen Ich - Resilienz als Basis der Persönlichkeitsentwicklung“ komplett neu überarbeitet und um zwei aktuelle Themen ergänzt.

Als streitbarer Geist, der den Finger in gesellschaftliche Wunden legt, nimmt er im Kapitel „Genderideologien als gezielte Vereitelung von Selbstwerdeprozessen“ die forciert betriebene Gleichstellung der Geschlechter unter die Lupe. Prinzipiell soll sie allen Menschen die gleichen Chancen eröffnen, was eigentlich ein guter Gedanke ist. „Jeder soll das leben können, was er möchte“, stellt Wunsch klar. So habe er sich im Alter von sechs Jahren eine Puppe und einen Herd zu Weihnachten gewünscht – und bekommen. Inzwischen beobachtet Wunsch aber die Entwicklung einer Ideologie der Gleichmacherei. Wenn in Kitas Kinder zu dem Spiel angehalten werden, dass Jungen eine Vagina und Mädchen einen Penis haben, so werde die Bipolarität der Geschlechter geleugnet. Es entstehe der Eindruck, jeder Mensch könne unabhängig seiner biologischen Prägung das Geschlecht frei wählen, so Wunsch. Außerdem gebe es Auswüchse wie die Tatsache, dass sich pubertierende Jungen rechtfertigen müssten, wenn sie als heterosexueller Mensch durchs Leben gehen wollen – „Keiner soll etwas machen, was er nicht will“, lautet Wunschs Maxime.

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Ein anderes brisantes gesellschaftliches Thema greift Wunsch im Kapitel „Massen-Migration als Gefahr für die Stabilität der gesellschaftlichen Identität“ auf. Seine These: Falsches Toleranzverständnis und Liberalität, die keine gute mehr sei, führten längerfristig zur Aufgabe eigener Identität. Zu fragen sei: Wie viel Fremdes verträgt eine Gesellschaft? Wie sieht gelungene Integration aus? Wunsch spricht sich klar für kontrollierte Grenzen und die Vermeidung von Ballungen bei der Flüchtlingsunterbringung aus. Wunsch steht Flüchtlingen grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber. Aber: Integration kann nur gelingen, wenn sich alle an Spielregeln hielten: „Wer sich mit uns verträgt, kann bleiben“, meint Albert Wunsch. Und: Jede Gesellschaft verkrafte nur eine bestimmte Anzahl von Fremden. Würde deren Zahl zu groß, könne Integration scheitern und die Atmosphäre schnell kippen.

(keld)