Neuss: Aktion macht Front gegen Einsatz von Kindersoldaten

Neuss: Aktion macht Front gegen Einsatz von Kindersoldaten

Mit dem "Red Hand Day" wird weltweit am 12. Februar an das Schicksal von Kindersoldaten erinnert. Weil dieser Tag auf den Rosenmontag fiel, holt die Kinderhilfsorganisation terre des hommes in Neuss dieses Erinnern am Freitag, 16. Februar, nach. Von 14 bis 16 Uhr startet der Ortsverband unter Leitung von Gerd Faruß gemeinsam mit Schülern der Janusz-Korczak-Gesamtschule vor der Galeria Kaufhof an der Niederstraße eine besondere Aktion.

Dabei werden die Innenstadtbesucher gebeten, einen roten Handabdruck auf ein Blatt Papier abzugeben. Die rote Hand soll an die immer noch sehr vielen Soldatenkinder erinnern, die weltweit rekrutiert werden. Um 14.30 werden alle Schüler am Stand sein und auch die Frage beantworten, warum sie dieser Aktion etwas von ihrer Freizeit widmen. Gleichzeitig sollen Forderungen an die Bundesregierung formuliert werden. Dazu zählt der Stopp von Waffenexporten, das Verbot, Freiwillige schon unter 18 Jahren in die Bundeswehr aufzunehmen, und der Ruf nach Bereitstellung von mehr Geld für Hilfsprogramme, die Kindersoldaten und Kinder in bewaffneten Konflikten unterstützen.

Anstoß für den "Red Hand Day" war das sogenannte Kindersoldatenprotokoll der Vereinten Nationen, das am 12. April 2002 in Kraft trat. Damit wurde erstmals eindeutig geregelt, dass Zwangsrekrutierung und Wehrpflicht für Minderjährige illegal ist. Wer trotzdem Kinder in den Krieg schickt, gilt als Kriegsverbrecher.

(NGZ)