Neuss: Ärger über verschlossene Toiletten im Kreishaus

Neuss: Ärger über verschlossene Toiletten im Kreishaus

Verärgert musste Norbert Kiewelt jetzt das Neusser Kreishaus verlassen. Nicht, weil der 76 Jahre alte Korschenbroicher mit seiner Behandlung beim Amtsarzt unzufrieden war, es ging um ein Erlebnis davor: "Ich wollte vor dem Termin noch schnell auf die Toilette gehen. Die war aber verschlossen. An der Tür hing lediglich ein Zettel, dass man den Schlüssel im Lichthof abholen könne."

Doch da taten sich bei dem 76-Jährigen zwei Probleme auf: Zum einen wusste er nicht, wo sich der Lichthof im Kreishaus befindet. Zum anderen ist er gehbehindert und somit nicht in der Lage, zu Fuß auf die Suche zu gehen. "Ich habe auch niemanden gefunden, den ich fragen konnte. Auch andere Türen waren verschlossen", sagt der Korschenbroicher. Kreissprecher Harald Vieten gibt auf Nachfrage an, dass das Kreishaus auf jeder Etage über - auch behindertengerechte - Toiletten verfüge. Diese seien ausgeschildert. Bei der verschlossenen Toilette könne es sich um eine gehandelt haben, die für den Kinder- und Jugendärztlichen Dienst vorgesehen ist. "Leider müssen wir feststellen, dass die Toiletten dort, wo viel Publikumsverkehr ist, oft unschön hinterlassen werden", begründet der Kreissprecher das Abschließen.

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(jasi)