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Neuss: Ärger über Gedränge und Wartezeit bei Abiparty

Neuss : Ärger über Gedränge und Wartezeit bei Abiparty

Sie hatten sich darauf gefreut, wollten nach der Abiparade einfach nur fröhlich und ausgelassen bei der Party in der Wetthalle feiern. "Wer drin war, konnte bei guter Musik auch gut feiern", sagt Nicole Willmann.

Wer drin war — denn Reinkommen war nach Angabe der 18-Jährigen gar nicht so einfach. "Man musste teilweise zwei Stunden warten", berichtet Nicole. Offensichtlich sei auch die Security überfordert gewesen — und unfreundlich. Von einem "Skandal" spricht auch Luisa Benter (20), und meint: "Jedes noch so kleine Detail war falsch geplant".

Fakt ist, für die Fete wurden insgesamt 3800 Karten verkauft. Die Wetthalle oder wie es auf der Eintrittskarte heißt der "Indoor Bereich" ist aber nur für maximal für 1100 Personen zugelassen. Das bestätigt auch Veranstalter Amar Kakkar und fügt hinzu: "Doch die Wetthalle war ja nur als Zusatz gedacht. Schließlich gab es auf dem Außengelände noch drei Dancefloors. Als jedoch gegen 23 Uhr alle in die Halle wollten, mussten sie warten, denn die Sicherheitsleute hatten strikte Anweisung, nicht mehr als 1100 Leute auf einmal 'reinzulassen."

Kakkar, der vor zwei Jahren Abitur am Humboldt-Gymnasium gemacht hat, organisiert seit 2009 gemeinsam mit Vertretern der Abi-Komitees der beteiligten Schulen (in diesem Jahr 15) die Fete.

2008 habe er noch in der Wetthalle gefeiert. Als dort dann die Umbauarbeiten begannen, wurde die Eventhalle als Location gewählt. Dort dürfen 1800 Personen feiern. Warum also der Wechsel? "Aus Kostengründen", erklärt Amar Kakkar. "Die Eventhalle liegt weiter außerhalb. Wir müssen nach der Parade auch die Straßenreinigung bezahlen, außerdem haben wir dort immer einen Shuttlebus eingesetzt, der zwischen Halle und Bahnhof pendelte."

Kakkar will fürs kommende Jahr einiges ändern. "Vielleicht müssen wir vor die Wetthalle noch ein Zelt stellen oder komplett im Freien feiern." Nun sind Gespräche fällig. Eins jedoch ist jetzt schon klar: Es werden auf alle Fälle mehr Toilettenwagen aufgestellt.

(NGZ/jco)