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Schlechtes Klima: Ärger an der Leoschule

Schlechtes Klima : Ärger an der Leoschule

Einhundertsiebenundvierzig Unterschriften wurden bereits gesammelt, ein offener Brief an die Bezirksregierung und Schulaufsicht formuliert, Briefe von Klassenpflegschaften an Schulaufsicht und Eltern geschickt.

Für Freitag, 12 Uhr, wurde eine Kundgebung der Eltern angesetzt: An der Leoschule im Neusser Norden brodelt es. Schon wieder. Vor einem Jahr stand die katholische Grundschule in den Schlagzeilen, weil Elternvertreter die schlechte Stimmung an der Schule beklagten. Sie hatten damals auch eine Führungsschwäche in der Schulleitung ausgemacht.

Am Freitag regt sich der Protest gegen, so Schulpflegschaftsvorsitzende Susanne Yousefi, eine Reihe von personellen Änderungen, die auf die Schüler zukommen. Änderungen, die wiederum mit dem schlechten Klima begründet werde, das, so behaupten Elternvertreter in Wort und Brief gegenüber der NGZ, weiterhin nicht das allerbeste sei. Die Klassenlehrerin der 2b hat bereits einen Versetzungsantrag gestellt.

Die Eltern dieser Klasse haben daraufhin einen Brief an die Schulamtsdirektorin Ulrike Hund gerichtet, mit der Bitte, diesem Versetzungsantrag nicht zu entsprechen. Man wolle diese kompetente Lehrerin nicht verlieren. "Der Antrag kommt auf eigenen Wunsch", so Hund. "Ein Wechsel der Klassenführung nach dem zweiten Schuljahr ist nicht ungewöhnlich."

Von zwei weiteren Versetzungen ist ebenfalls die Rede, die Hund aber nicht bestätigen mochte. Dass das Klima zwischen Lehrerkollegium und Schulleitung schlecht sei, davon habe auch sie gehört. Hund: "Ich werde dem Kollegium wohl Tipps geben müssen, wie man sich verhält." Einen Schulleiterwechsel, wie von Eltern gefordert, lehnt sie kategorisch ab. "Da passiert nichts."

Schulpflegschaftsvorsitzende Yousefi befürchtet darüber hinaus, dass sich durch personelle Änderungen die Lehrerzusammensetzung an der Leoschule so ändert, dass künftig kein Montessori-"Zweig" mehr vorhanden ist, beziehungsweise nicht mehr genügend Lehrkräfte mit einem Montessori-Diplom. Bislang konnten Eltern ihre Kinder an der Leoschule mit dieser Begründung anmelden, auch wenn sie außerhalb des Schulbezirks wohnen. Eine Stellungnahme dazu war am Donnerstag von der Schulaufsicht nicht zu erhalten. (schum)

(NGZ)