Älteste Gesamtschule in Neuss wird 30

Älteste Gesamtschule in Neuss : Janusz-Korczak-Gesamtschule feiert 30-jähriges Bestehen

Am Freitag, 7. September, feiert die Janusz-Korczak-Gesamtschule mit einem Schulfest und einer Festveranstaltung für geladene Gäste ihr 30-jähriges Bestehen. Los geht es um 14.30 Uhr.

Die Janusz-Korczak-Gesamtschule ist die erste und damit älteste Einrichtung ihrer Art in Neuss. Sie ersetzte damals das Theodor-Schwann-Gymnasium, das – nach jahrelangen und leidenschaftlichen Debatten – mit dem Marie-Curie-Gymnasium verschmolzen wurde und seinen Namen aufgab. Die Vorgeschichte begann 1986, als sich Eltern in der Gesamtschulinitiative Neuss unter der Federführung des späteren SPD-Vorsitzenden Benno Jakubassa organisierten. Die Gründung einer Gesamtschule gelang erst im zweiten Anlauf – zum Schuljahr 1988/89.

Am 4. Juni 1992 erhielt die Gesamtschule dann ihren Namen. Sie wurde nach dem polnisch-jüdischen Arzt und Pädagogen Janusz Korczak benannt, der sich zu Lebzeiten für Kinder und ihre Rechte einsetzte und diese klar formulierte. Die Kinder sollten nach seinem Leitsatz „Kinder werden nicht erst zu Menschen - sie sind bereits welche“ an der Gesamtschule unterrichtet werden. Korczak war selber Lehrer in einem Waisenhaus, begleitete die Kinder freiwillig ins Konzentrationslager Treblinka und starb dort 1942 mit ihnen.

Das 30-jährige Bestehens der Schule wird unter dem Motto „30 Jahre Vielfalt“ gefeiert. Seit Tagen beschäftigen sich die Schüler in Arbeits- und Projektgruppen dazu mit unterschiedlichen Themen Kreation eines Bühnenbildes,  JKG-Fashion-Week, interkulturelle Tänze, Japanisch, Chinesische Kalligraphie – oder sie unterziehen das Konzept der Vielfalt einer philosophischen Betrachtung. Und natürlich wird auch das Werk des Namensgebers aufgearbeitet. Das so entstandene Programm startet um 14.30 Uhr mit einer Feierstunde in der Aula der Schule am Niedertor. Als Redner erwartet Schulleiter Achim Fischer auch Bürgermeister Reiner Breuer Jeder, der sich mit der Janusz-Korczak-Gesamtschule verbunden fühlt, ist herzlich eingeladen, das Schulfest zu besuchen.

(NGZ)
Mehr von RP ONLINE