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Grefrather St.-Sebastianus-Schützen feiern wieder glanzvolles Fest: "Adenauer erkannte Bedeutung der Bruderschaften"

Grefrather St.-Sebastianus-Schützen feiern wieder glanzvolles Fest : "Adenauer erkannte Bedeutung der Bruderschaften"

Die Bedeutung der Bruderschaften fürs Gemeinwohl wird in diesen Tagen wieder in Grefrath unter Beweis gestellt. Es sei kein geringerer als der erste Bundeskanzler der Republik, Konrad Adenauer, gewesen, der diese Bedeutung 1928 in seiner Eigenschaft als damaliger Oberbürgermeister von Köln und anlässlich der Gründung des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften als hohes Gut bezeichnet habe. So sprach am Montag Morgen der stellvertretende Bürgermeister und Vorsitzende des Bezirksausschusses, Thomas Nickel, beim Empfang der Stadt Neuss zum Grefrather Schützenfest im Pfarrheim St. Stephanus.

Die Bruderschaften seien in besonderer Weise aufgerufen, jene Tugenden, die im mitmenschlichen Bereich vonnöten seien, vorzuleben und sie mannhaft zu verteidigen. Nickel dankte in seiner Grußadresse dafür, dass die Stadt Neuss nach der kommunalen Neugliederung den einstmals von der ehemaligen Gemeinde Holzheim ins Leben gerufenen Empfang für den jeweiligen Schützenkönig beibehalten habe. Dem Königspaar Willi und Hildegard Prechters wünschte der Politiker noch schöne Festtage.

Das Wort des Grußes hatte zu Beginn Bürgermeister Herbert Napp entboten, der neben dem Königspaar noch besonders die beiden Minister, Dieter Biermann und Reiner Kivelitz, mitsamt ihren Damen willkommen hieß. Begrüßen konnte Napp zudem den Präsidenten der Bruderschaft, Hans Josef Göbbels, "Vize" Heribert Wolters, Generaloberst "Bubi" Schrooten, Präses Pfarrer Michael Tewes und die Mehrzahl der Ehrenmitglieder der Bruderschaft.

Vertreten waren darüber hinaus die Schützen- und Heimatgemeinschaften aus der Nachbarschaft. Heute herrsche richtiges Königswetter, meinte das Stadtoberhaupt, das mit Blick auf den Regenten unterstrich, dass er in seinem Regierungsjahr auch das Silberjubiläum begehen könne - zeitgleich mit seinem Korps der Scheibenschützen, zu dessen Mitgründern Willi Prechters gehöre. Bei hochsommerlichen Temperaturen hatten die frohen Tage am Samstagmittag mit dem Umzug der Kindergartenkinder und dem Böllern der städtischen Geschütze begonnen. Im Mittelpunkt des Pfingstsonntags stand der festliche Gottesdienst in der Kirche, den Pfarrer Tewes zelebrierte.

Zum anschließenden Festakt im Zelt konnte Präsident Göbbels auch den stellvertretenden Bundesmeister Andreas Kaiser vom Bezirksverband der Schützenbruderschaften begrüßen. Am Nachmittag musste man auf das heraufziehende Unwetter Rücksicht nehmen, die Parade aber fand dennoch statt. Getreu dem Motto, die Pünktlichkeit sei die Zierde der Könige, begannen gestern auf dem Kirchfeldweg, dem Grefrather Paradeplatz, die Zeremonien der Königsehrung, die in die Parade einmündeten.

Zu den schmissigen Weisen der Musikeinheiten erwiesen die Aktiven dem Königspaar mit großem Gefolge die gebotene Reverenz - und das bei moderaten Temperaturen, die das Marschieren zur Freude aller Teilnehmer machten. Nachdem gestern Nachmittag bereits der König fürs kommende Jahr ermittelt wurde, steht heute noch einmal das diesjährige Herrscherpaar im Mittelpunkt, wenn es am Abend gilt, den großen Königsball im Festzelt zu feiern. In Grefrath stehen noch einige schöne Stunden ins Haus. Manes

(NGZ)