Neuss: Abstrakte Malerei im Kunstraum

Neuss: Abstrakte Malerei im Kunstraum

Schon als Schülerin wusste Christina Apavaloaei, dass sie Malerin werden wollte. In ihrer Heimat Rumänien hat sie eine Kunstschule besucht und sich nach dem Abschluss die Kunstakademie Düsseldorf ausgesucht, um dort zu studieren. Seit 2005/06 gehört sie zur Klasse von Professor Lüpertz, sieht sich aber weniger von dessen Malerei als vielmehr von der Cobra-Bewegung beeinflusst, die nach dem Zweiten Weltkrieg einen Neuanfang mit experimenteller Kunst wagte.

In einer Ausstellung im Kunstraum Neuss zeigt die Künstlerin, dass sie ganz klar auf dem Weg in die abstrakte Malerei ist. "Ich habe figürlich angefangen", erzählt Apavaloaei, "aber mehr im Sinne des Konstruktivismus und wusste eines Tages, dass es so nicht mehr geht." Immer stärker stilisieren oder sich ganz dem Abstrakten zuwenden waren die Möglichkeiten — Christina Apavaloaei entschied sich für die Abstraktion ("das Malen ist einfach freier") und arbeitet erst seit kurzem wieder mit Zitaten an das Figürliche.

So lassen sich in ihren expressiven, von intensiven Blau-, Rot- oder Erdtönen beherrschten Bildern immer wieder menschliche Silhouetten erahnen. Von Vogelmenschen zumeist, denn die Malerin ist fasziniert von dem Mythos dieser Wesen, die für sie zugleich auch für die jahrhundertelange Unterdrückung ihrer Heimat stehen.

  • Neuss : Abstrakte Malerei mit Punkten im Kunstraum Neuss

Info Deutsche Straße, bis 20. Mai

(NGZ)
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