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Neuss: "Abo Wind" will ein zweites Ökokraftwerk

Neuss : "Abo Wind" will ein zweites Ökokraftwerk

Abo Wind fühlt sich um das halbe Recht gebracht. Der Investor und Projektentwickler aus Wiesbaden, der im vergangenen Jahr erst nach einem Rechtsstreit mit der Stadt nur eine Windkraftanlage statt der beantragten zwei in Röckrath bauen und in Betrieb nehmen konnte, will deshalb versuchen, auch die Genehmigung dieses zweiten Windrads nachträglich durchzusetzen.

Dieser Antrag war vom Gericht noch mit Blick auf den denkmalgeschützten Buscher Hof zurückgewiesen worden. "Dass wir über den Denkmalschutz gestolpert sind, verstehen wir bis heute nicht", bekennt Georg Aretin, der Leiter der Abteilung Planung.

Seit dem Ende dieses Verfahrens vor dem Düsseldorfer Verwaltungsgericht aber hat sich einiges geändert — politisch wie auch planungsrechtlich. Nicht zuletzt wurde im Zuge der propagierten Energiewende im Juli vergangenen Jahres ein sogenannter Winderlass für das Land Nordrhein-Westfalen herausgegeben, der die Rahmenbedingungen für potenzielle Betreiber solcher Anlagen verbessert und Bau und Betrieb von Windkraftwerken erleichtert. Hinzu kommt, dass ein Gutachterbüro westlich von Röckrath eine Fläche von 9,7 Hektar Größe identifiziert hat, die als Konzentrationsfläche für die Windenergienutzung besonders geeignet ist. Folgt die Verwaltung diesem Vorschlag, wäre dort der Bau eines weiteren Windrades möglich — neben dem von Abo Wind.

Drei Millionen Euro hat das Unternehmen dort schon in sein erstes Windrad investiert. Ein Alleinbetrieb könne wirtschaftlich dargestellt werden, sinnvoller aber sei ein Betrieb im Verbund, sagt Aretin.

(NGZ/rl)