1. NRW
  2. Städte
  3. Neuss

Neuss: Abiturienten und ihre Zukunftsträume

Neuss : Abiturienten und ihre Zukunftsträume

Heute feiern die Neusser Abiturienten ihren letzten Schultag. Wenn sie im Sommer ihr Zeugnis haben, werden sie ganz unterschiedliche Lebenswege einschlagen. Vier Jugendliche aus der Nordstadt haben der NGZ von ihren Plänen erzählt.

Die Abiturienten des Marie-Curie-Gymnasiums sind in Feierlaune: Heute werden sie in der Innenstadt mit hunderten Schülern ihren letzten Schultag feiern. Doch wenn das Ende der Schulzeit naht, ist nicht nur Party angesagt. Denn für die Jugendlichen bedeutet dies auch den Übergang zu einem neuen Lebensabschnitt — den viele von ihnen schon lange geplant haben.

An dem Gymnasium in der Nordstadt trifft dies etwa auf Annais Paetsch zu. Die 18-Jährige hat schon im vergangenen Jahr begonnen, sich an Hochschulen zu bewerben, denn sie hat große Pläne: "Am liebsten möchte ich an einer Elite-Uni in den USA studieren", sagt die Schülerin, die auf einen Abiturdurchschnitt von 1,0 hofft. Auch in England hat sich Annais beworben, von zwei Londoner Colleges hat sie bereits Zusagen. Für Universitäten wie Harvard und Yale steht das noch aus — "aber ich hatte schon mehrere Bewerbungsgespräche und weiß, dass ich in der engeren Auswahl bin", erzählt die Abiturientin, die gerne Wirtschaft studieren möchte.

Nicht jeden ihrer Mitschüler zieht es so weit weg wie Annais. Immerhin gibt es auch in Deutschland schöne Studienorte — etwa Bonn. Dort will Robert Gadow ins Studentenleben starten — wenn es klappt mit dem Studienplatz im Fach Medizin. Sein Berufswunsch liegt in der Familie: "Meine beiden Eltern sind Ärzte", erzählt der 18-Jährige, der erst sein Zeugnis abwarten muss, bevor er sich über die Stiftung für Hochschulzulassung, die frühere "ZVS", für das Studium bewerben kann. Ganz schlecht sind seine Aussichten nicht: Wie Annais rechnet Robert mit einem Einser-Abi.

Gute Noten sind auch Laura Lohoff wichtig. Die Schülerin ist stolz darauf, dass sie ihren Notendurchschnitt noch einmal kräftig verbessert hat. Dabei muss sie ihr Zeugnis gar nicht mehr vorzeigen: "Meinen Studienplatz habe ich schon", erzählt die 18-Jährige, die sich für ein duales Studium entschieden hat. Für das Fach Medien- und Kommunikationswirtschaft wird sie künftig pendeln zwischen der "Dualen Hochschule Baden-Württemberg" in Ravensburg und ihrem Ausbildungsbetrieb, einer Medienagentur in Düsseldorf. "Alle drei Monate wechseln sich Theorie und Praxis ab, das finde ich spannend", sagt die Abiturientin.

Noch ein wenig mehr Theorie wird künftig auf Dominic Philippen zukommen. Der 18-Jährige hat sich am Marie-Curie-Gymnasium für die Doppelqualifikation zum Chemisch-Technischen-Assistenten entschieden. "Für den Ausbildungsabschluss muss ich nun noch ein Jahr zur Berufsfachschule gehen", erzählt der 18-Jährige, der danach aber wie seine Mitschüler an die Universität strebt. Was er dort machen möchte, weiß er noch nicht so genau: "Grafikdesign interessiert mich, aber Ingenieurwesen oder Wirtschaftspsychologie könnten auch etwas sein", sagt Dominic, der das Jahr bis zum Ausbildungsabschluss nutzen möchte, um sich weiter zu orientieren.

(NGZ/url)